KREIS RAVENSBURG - Ist die Zeit reif? - Es scheint so! Denn was vor zehn Jahren still schweigend beerdigt wurde, erlebt nun eine Auferstehung. Der Vorschlag, in Oberschwaben ein Biosphärengebiet auszuweisen, fand jüngst nicht nur Eingang in den Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung, sondern stößt auch vor Ort allenthalben auf Interesse. Quer durch die Parteien und Institutionen kommt interessierter Zuspruch. BLIX machte sich schlau im Kreis Ravensburg, wo sich der größte Teil des gewollten Biosphärengebietes erstrecken soll.
Wenn man‘s nicht wüsste, könnte man darüber hinwegsehen. Denn es gibt immer noch zigtausende Seevögel auf den Shetland-Inseln, die auf der kleinen Inselgruppe nördlich Schottlands brüten und um ihren Nachwuchs kämpfen. Doch tatsächlich beobachten Naturschützer eine Katastrophe „apokalyptischen Ausmaßes“. Der Klimawandel entzieht den Seevögeln ihre Nahrungsgrundlage, stattdessen fressen die Möwen und Lummen angeschwemmtes Plastik und verhungern mit verstopften Mägen. Hat das etwas mit so genannten „Wuchshüllen“ zu tun, die Jahr für Jahr zigtausendfach in Deutschlands Wälder verbracht werden zum Schutz von jungen Bäumchen? Eine Spurensuche.
Bad Schussenried - Felix Groß’ Vorgänger, Georg Jehle, sprach vor drei Jahren gegenüber BLIX von „Kriegsgräber“, die verschwinden müssten. Gemeint waren die so genannten Wuchshüllen, die aus Plastik in Reih und Glied massenhaft den Wald verunstalten. Seitdem sind drei Jahre vergangen und der Leiter des Forstbezirks Oberland Felix Groß erklärt, warum Förster immer noch Plastik nutzen, um kleine Bäume zu schützen. Immer noch. Aber jetzt soll Schluss sein. Geht doch!
Hergatz - Die beiden Ministerpräsidenten, der grüne Winfried Kretschmann aus Stuttgart und der schwarze Markus Söder (CSU) aus München waren zwar nicht vor Ort am Degermoos anwesend, dafür die Regierungspräsidenten Klaus Tappeser (Tübingen) und Erwin Lohner (Augsburg). Nach einer lehrreichen Begehung des Moors unterzeichneten beide Präsidenten eine gemeinsame Vereinbarung für eine länderübergreifende Kooperation im Moorschutz. Sie ist rechtliche Grundlage für die Umsetzung eines gemeinsamen Moor- und Naturschutzprojekts in den nächsten Jahren.
Kreis Biberach - Jana ist eine schöne und glückliche Kuh, findet Martina Grau. Aber sie ist auch eine schlechte Kuh, sagt Norbert Huchler, denn die Original Allgäuer Braunviehkuh gibt zu wenig Milch. Das ist eigentlich ein Todesurteil. Denn eine Milchkuh muss ordentlich Milch geben, das ist auch bei einem Biobauer so. Und Norbert Huchler ist Biobauer und Besitzer von Jana, die eigentlich zum Metzger gehört. Eigentlich, aber nun hat die vierjährige Kuh das ewige Leben, eben so lange bis sie stirbt oder ihre Patin Martina Grau findet, dass Jana im Alter zu sehr leidet, dann wird auch sie durch Menschenhand sterben, aber behütet bis zuletzt. Jana, die Kuh, Frau Grau, die Patin, und Bauer Huchler sind eine kleine Schicksalsgemeinschaft, die zusammengefunden hat, weil Ende letzten Jahres in Biberach der Schlachthof geschlossen wurde. Eine Geschichte über Verlust und Gewinn.
Ummendorf - Das Kreisimpfzentrum des Landkreises Biberach in Ummendorf nahm Anfang Januar seinen Betrieb auf. Für Tausende Impfberechtigte ein Ort der Hoffnung, sich vor dem tückischen Virus schützen und ein wenig Normalität zurückerobern zu können. Und wie erleben die Mitarbeitenden den Alltag im Ausnahmezustand?
Im Mai wurde die Regionalwert AG Bodensee-Oberschwaben gegründet. Die BürgerInnen AG hat sich zum Ziel gesetzt, ökologisch wirtschaftende Betriebe in der Bodensee-Oberschwaben-Region zu unterstützen. Mehrere Obstbauern sind schon dabei. Der Aufbau von Vertriebs- und Vernetzungsstrukturen gehört ebenso zu den Zielen, wie die Entwicklung von neuen Ideen und Strukturen, die eine Wende zum sozial-ökologischen Wirtschaften in der Region befördern.
Seit Arbeit und Freizeit kaum mehr getrennte Welten sind, bleiben Sorgen nicht mehr im Büro, fehlt der Abstand zum Job. Zusammen mit den während der Pandemie drastisch eingeschränkten Möglichkeiten, einen Ausgleich in der Freizeit zu finden, stieg die mentale Belastung für viele. Anderen kommt die Arbeit vom heimischen Schreib- oder Küchentisch entgegen, sie hoffen, auch weiterhin nicht jeden Tag ins Büro fahren zu müssen.
Nicht nur die Pandemie stellt Gemeinden beim Betrieb ihrer Badeeinrichtungen vor große Herausforderungen. Nach Gerichtsurteilen sind die Verantwortlichen wegen der enormen Haftungsverpflichtungen bei Unfällen mancherorts nicht mehr bereit, Naturfreibäder zu betreiben. Stege und Badeinseln mussten abgebaut werden, Naturfreibäder wurden in Badestellen umgewidmet.
Kürnbach - Wie in Aulendorf hergestellte Traktoren die Landwirtschaft revolutionierten, zeigt anschaulich eine Sonderausstellung im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach. Dabei wirken die in der Feldscheuer Kniesel ausgestellten Traktoren im Vergleich zu den heutigen Landmaschinen-Giganten geradezu wie Spielzeuge.
E-Mobilität boomt. Die Innenstädte werden sich verändern, nicht nur in Millionenstädten. Dabei macht der Umstieg nur Sinn, wenn grüner Strom zum Einsatz kommt.











