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Bad Wurzach - +++ Dankeschön für Ehrenamtliche bei Blutritt +++ Planungsbeschluss für Kindergartenerweiterung Dietmanns +++ Planungsvergabe an PSP Architekten +++ Vergabe der Lüftungsanlage zwar über dem Planansatz, aber im Rahmen +++

TOP 1: Bericht der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Alexandra Scherer schwärmte davon, wie das diesjährige Heiligblutfest abgelaufen sei. Es sei in diesem Jahr sehr schön gewesen, auch weil es keine Zwischenfälle gegeben habe. „Es war alles sehr gut organisiert. Es waren so viele Menschen beteiligt, jeder wusste was zu tun war. Dafür ein großes Dankeschön an alle!“ Klaus Schütt gab diesen Dank an den Bauhof weiter: „Er ist immer eine große Stütze für uns.“ Für den Neubau des Feuerwehrhauses Eintürnen konnte Scherer die Zusage für einen Zuschuss in Höhe von 350.000 € aus dem Ausgleichsstock verkünden.

 

TOP 2: Genehmigung Protokoll der letzten öffentlichen Sitzung
Es gab keine Wortmeldung, damit ist das Protokoll genehmigt

TOP 3: Erweiterung Kindergarten Dietmanns - Planungsbeschluss

Stadtbaumeisterin Kathleen Kreutzer stellte dem Ausschuss den Sachverhalt dar. „Die in der Sitzung des Gemeinderats am 11.04.2022 vorgestellte Bedarfsplanung in Bildung und Betreuung Bad Wurzach legt dar, dass von einem „steigenden Betreuungsbedarf für Kinder unter 3 Jahren“ ausgegangen werden muss.“ Am 17.05.2021 wurde vom Gemeinderat per Grundsatzbeschluss die mittel- und langfristige Konzeption von Betreuungsplätzen festgelegt. Dabei wurde als konkrete Baumaßnahme auch die Erweiterung des Kindergartens Dietmanns um eine altersgemischte Gruppe genannt.  Weil aber in den bestehenden Räumen eine Unterbringung nicht möglich ist, denkt die Verwaltung an einen Anbau. Dabei soll aber auch die vorhandene Raumstruktur betrachtet werden, denn das Ziel ist neben Der Erweiterung auch eine optimale Nutzung der bereits vorhandenen Flächen.

Da das Baudezernat laut Kreutzer in den nächsten Jahren weiterhin ein umfangreiches Aufgabenfeld zu beackern hat, das viele personelle Resourcen bindet und darüberhinaus auch fachlich notwendigen Expertise im Bereich Kindergartenbau fehlt, soll die Planung extern vergeben werden. Im Rahmen eines Vergabeverfahrens wurden bereits für dieses Projekt eingereichte Honorarangebote wie auch Referenzen geprüft . Architekt Andreas Hack, Aulendorf, konnte dabei mit seinen Referenzen wie auch seiner Arbeitsweise überzeugen. Der Zeitplan sieht nach Beauftragung des Planungsbüros für 2022 zunächst eine Bedarfsplanung, darauf aufbauend eine Entwurfsplanung und danach die Genehmigungsplanung vor, in der dann auch eine genauere Kostenplanung enthalten sein wird. Für die bauliche Umsetzung werden im HH 2023 1,75 Mio. € vorgesehen, das Budget für den Planungsbeginn ist bereits im HH 2022 eingeplant.

Bürgermeisterin Scherer sieht die Kostenplanung zum derzeitigen Zeitpunkt als sehr schwierig an. Klaus Schütt möchte, „damit so etwas wie damals in Eintürnen nicht wieder vorkommt“ dass das Gremium regelmäßig informiert wird, wie man mit den Kosten hinkommt. Die Stadtbaumeisterin antwortete ihm, dass man als Stadt dem Architekten vorgeben könne und werde, was dieser planen soll, um die Kosten im Griff zu halten. (Zur Info: Bei der Erweiterung des Kindergarten Eintürnen gab es durch zahlreiche nachträgliche und nicht eingeplante Sachen im Altbau erhebliche Kostensteigerungen gegenüber der ursprünglichen Planung.) Michael Thum fragte, ob in der geschätzten Summe auch berücksichtigt sei, dass im Altbau etwas gemacht werden müsse, was Kreutzer bejahte. Die Dietmannser Ortsvorsteherin Monika Ritscher fragte, ob die Kirche als Kindergartenträgerin mit in die Planung einbezogen sei. Bürgermeisterin Scherer erklärte dazu: „Es ist nicht allein unser Bauvorhaben. Wir sind Bauherr, aber es ist schon eine besondere Situation.

Der Ausschuss stimmte der vorgeschlagenen Vorgehensweise einstimmig zu

TOP 4: Planungsvergabe an Architekten "Neubau Feuerwehrhaus Eintürnen"

Elke Osterkamp erläuterte die bisherige und zukünftige Vorgehensweise. Nach dem Planungsbeschluss des Gemeinderates vom 21.03. 2022 wurden im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbs am 06.04.2022 insgesamt 14 Architekturbüros aus dem Kreis Ravensburg und den benachbarten Kreisen Bodensee, Biberach, Ulm und Memmingen schriftlich aufgefordert sich am Wettbewerb zu beteiligen. 6 davon gaben bis zur Abgabefrist am 02.05.2022 ein Angebot ab. Am 10.05. wurden diese der Projektgruppe vorgestellt, die vier Büros mit der höchsten Punktzahl wurden am 31.05 im Feuerwehrhaus Bad Wurzach zur persönlichen Vorstellung eingeladen. Diese ergab einen eindeutigen Favoriten, das Architekturbüro PSP Architekten, Prof. Dr. Josef Schwarz und Partner in Memmingen. Bereits am 08.06. fand dann eine erste Planungsbesprechung statt, die Eintürner Feuerwehr und der Ortschaftsrat Eintürnen sollen im Rahmen eines Workshops die Möglichkeit zur Beteiligung erhalten. Nach der Sommerpause sollen der Feuerwehr, dem Ortschaftsrat und dem Gemeinderat eine Entwurfsvorschlag vorliegen. „Das Architekturbüro hat ein (Gesamt-) Honorarangebot in Höhe von 136.764,20 € brutto auf Grundlage der HOAI 2021, Honorarzone III vorgelegt.“ Nach erfolgter Beauftragung des Architekturbüros wird zusammen mit der Projektgruppe eine Anforderungsliste für den Planer erstellt. Darüber hinaus müssen von Seiten des Bauamtes Schächte und Leitungen erfasst und geprüft werden. Ein Bodengutachten muss erstellt werden. Der Abriss des alten Gebäudes werde unabhängig von der Neubaumaßnahme geplant und durchgeführt werden. Derzeit sei die Feuerwehr noch auf der Suche nach einem Platz für das Feuerwehrauto.

Ortsvorsteher Berthold Leupolz zeigte sich von dem Architekturbüro PSP beeindruckt: „Alle Achtung, wenn sie das so durchziehen.“ Denn PSP sei sowohl bei den Matrix-Punkten wie bei der Präsentation eindeutig vorne gelegen. Armin Willburger wollte wissen ob es bei der Planung um ein reines Feuerwehrhaus ginge. „Geplant wird für ein zukünftig etwas größeres Fahrzeug“, bestätigte Leupolz. „Wir wollen ein schönes Feuerwehrhaus zu haltbaren Kosten.“

Franz Josef Maier wollte wissen wie die Planung ablaufen werde. Kreutzer antwortete ihm: „Entwurfsplanung, Ausführungsplanung und Ausschreibungen.“ Zum Honorar des Architekten sagte sie, das Abrechnungshonorar werde im Laufe des Baues berechnet. Grundlage hierfür sei grundsätzlich die HOAI , die angebotenen Honorarsätze seien darauf auch ausgerichtet auf Basis der vorhandenen Kostenschätzung. Die eigentliche Abrechnung orientiere sich dann aber an der endgültigen Kostenberechnung.

Der Ausschuss stimmte einstimmig zu.

TOP 5: Realschule, Vergabe Lüftungsbauarbeiten

Stadtbaumeisterin Kreutzer fasste die bisherige Vorgehensweise zusammen.
In den vier naturwissenschaftlichen Fachräumen der Realschule Bad Wurzach mit jeweils 2 Vorbereitungsräumen im ersten und zweiten Geschoss soll eine zentrale Lüftungsanlage nachgerüstet werden. Die hierfür notwendigen Lüftungsbauarbeiten wurden beschränkt ausgeschrieben. Dabei wurden insgesamt sieben Firmen zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Die Submission fand am 20.06.2022 ohne Abgabe eines Angebotes statt.  Die Ausschreibung wurde aufgehoben, da kein den Ausschreibungsbedingungen entsprechendes, wertbares Angebot vorlag. Bei der anschließenden Angebotseinholung mit freihändiger Vergabe sind zwei Angebote eingegangen:

Die Fa. Steiner & Kuhn Bad Waldsee lag mit ihrem Angebot von 132.303,22 € um 3,6% unter dem des Mitbewerbers. Damit liege man zwar über der Schätzung, aber noch im Rahmen. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme inkl. Erneuerung der abgehängten Decken wurden vom Bauamt mit Stand 02.03.2022 auf 192.542 € geschätzt. Für die Maßnahme wurde ursprünglich ein Budget in Höhe von 220.000 € im Haushalt 2022 angemeldet. Die zum aktuellen Zeitpunkt zu erwartenden Mehrkosten können durch Verzicht auf den Anschluss der Lüftungsanlage an die Gebäudeleittechnik aufgefangen werden. Über die Bundesförderung „Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen und Zu-/Abluftventilatoren“ wird diese Maßnahme mit 80% der Ausgaben gefördert. Franz Josef Maier wollte wissen, was das bedeute, dass die Steuerung der Lüftung nicht an die Gebäudeleittechnik angeschlossen werde. Kreutzer erklärte, beim Anschluss an die Gebäudetechnik wäre im Störungsfall ein Fachmann nötig, durch die Beschränkung kann die Technik vor Ort in den Räumen geregelt werden.

Die Abstimmung erfolgte einstimmig.

TOP 6: Verschiedenes
Gisela Brodd wies darauf hin, dass sie von Bürgern darauf angesprochen worden sei, ob das Frühschwimmen mit den neuen Öffnungszeiten des Hallenbades nicht mehr angeboten werde, weil in der Presse zuletzt darüber nicht extra berichtet worden sei. Sie wolle öffentlich darauf hinweisen, dass das nicht so ist und es das Angebot auch zukünftig noch gibt. Monika Ritscher wies daraufhin, dass es bei einzelnen Höfen nach wie vor mit der Leerung der gelben Tonne Probleme gebe. Sie appellierte an die Betroffenen, dies direkt an die Firma Knettenbrech-Gurdulic zu melden, damit diese das Problem lösen. Franz Josef Maier wies daraufhin, dass die Grünphase der Fußgängerampeln, insbesondere bei der am Schulzentrum, extrem kurz sei. Klaus Schütt sagte zum Thema Energieeinsparung, er sei darauf angesprochen worden, warum im Baugebiet in Ziegelbach die Straßenbeleuchtung eingeschaltet sei. Die Bürgermeisterin meinte dazu: „Da kommt noch eine große Diskussion auf uns zu, aber bei der Straßenbeleuchtung kann man auf jeden Fall etwas steuern.“

 

Bericht Ulrich Gresser

 

Oeffentliche Sitzungsunterlagen Ausschuss fuer Technik und Umwelt

 

 

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halloRV

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