Leutkirch (rei) - Am Samstag (2.9.) hat sich die Redaktion der Bildschirmzeitung die Situation an der „Mohren“-Brücke in Leutkirch angeschaut.
Aufgrund unserer Inaugenscheinnahme – keine Messung – ist festzustellen, dass der Pegel der Eschach stark zurückgegangen ist. Die wegen drohenden Hochwassers vom Bauherrn, dem Regierungspräsidium, am 29. August vorsorglich von der Baustelle entnommenen Stahlrohre lagern parallel der Eschach auf der Unteren Grabenstraße. Im Bereich der bis dahin vorhandenen sogenannten Baubehelfe, eine Art Notbrücke beim „Mohren“, ist nun eine offene Wasserfläche. Dort waren die Stahlrohre eingebaut gewesen; für die übliche Wassermenge waren sie ausreichend dimensioniert gewesen.
Das Regierungspräsidium (RP) hatte am 30. August diese Pressemitteilung (PM) verbreitet (wir zitieren in Auszügen; am 30.8. haben wir die PM ungekürzt veröffentlicht): „Die andauernden Regenfälle im Allgäu lassen die Pegel in den Flüssen der Region ansteigen. Aufgrund der aktuellen Abflusssituation der Eschach (wegen Einstellung der Entlastung via Hochwasserrückhaltebecken bei Urlau; Anm. d. DBSZ-Red.) wurde in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Gewässer und der Unteren Wasserbehörde entschieden, die Arbeiten für den Ersatzneubau (der Brücke) einzustellen und Sicherungsarbeiten im Baustellenbereich vorzunehmen. Deshalb wurden die Baubehelfe im Bereich der Eschach zurückgebaut und die verlegten Stahlrohre aus dem Flussbett entfernt. Außerdem wurden die Böschungen gesichert. Es handelt sich dabei um Vorsichtsmaßnahmen, um den derzeitigen erhöhten Abfluss der Eschach zu gewährleisten.“
Bis Dienstagvormittag (29.8.) sei das Hochwasserrückhaltebecken bei Urlau so betrieben worden, dass der Abfluss in der Eschach, zum Schutz der Baustelle "Mohren"-Brücke, deutlich verringert wurde. „Ab Dienstagvormittag war das Becken dann zu ca. 80 % gefüllt, so dass die baustellenbedingte Entlastung eingestellt wurde und der Abfluss in der Eschach auf das Normalniveau erhöht wurde.“
In der RP-Mitteilung heißt es weiter: „Durch die ungeplanten Arbeiten und den vorübergehenden Baustopp sind ein Zeitverzug sowie Kostensteigerungen für die Baumaßnahme zu erwarten.“

