Leutkirch - Wie man weiß, ist nicht nur Isny eine bei Storchpaaren beliebte Allgäu-Stadt zum Nisten und Brüten, sondern inzwischen auch Leutkirch, wo seit Jahren immer wieder die gleichen Paare zur Aufzucht ihrer Jungen auf Dächern ihre monströsen Nester bauen.
Das mühsame Aufziehen des Nachwuchses gestaltet sich, trotz aller Wetterlagen mit Stürmen, Hagel und Kälte, ziemlich erfolgreich und die Jungstörche von 2023 sind nun mehr oder weniger flügge. So geschah es, dass am Montag (7.8.) ein Jungstorch in der Innenstadt gesichtet wurde. Unsere Bilder zeigen ihn in der Bachstraße, mehr oder weniger hilflos, verwirrt und nicht in der Lage wegzufliegen. Vermutlich war es ihm zu eng, er wollte wohl kaum einen Schaufensterbummel machen.
Eine Nacht in der Polizei-Garage
Eingefangen hat den jungen Storch dann Martin Waizenegger von der Feuerwehr Leutkirch, der mit solcherlei Aktionen schon Erfahrung hat. Im Polizei-Auto durfte der Storch dann zur Dienststelle fahren, erläuterte Daniela Baier von der Pressestelle der Polizei in Ravensburg auf Anfrage der Bildschirmzeitung. Von den fürsorglichen Beamten bekam er Wasser und verbrachte eine Nacht dort in der Garage, damit er sich beruhigen und erholen konnte. Am nächsten Tag war er wohlauf und wurde von den Beamten dann Richtung Herlazhofen zu einer Wiese gebracht, wo sich immer wieder Artgenossen aufhalten und zudem mehr Platz für Flugversuche ist.
Text: Carmen Notz / Fotos von Privat





