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Leutkirch (rei) - Es war ein Tiefpunkt für die Kulturnation Deutschland: Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der Machtergreifung durch die Nazis, wurden in ganz Deutschland missliebige Bücher auf den Scheiterhaufen geworfen. In Erinnerung an diese Untaten lasen neun Leutkircher Persönlichkeiten im Kornhaus aus Büchern, deren Autoren damals verfremt wurden und deren Inhalte einer damnatio – einem systematischen Vergessenmachen – anheimfielen.

„... dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“ – dieses Wort von Heinrich Heine stand als Leitmotiv über der sehr gut besuchten Veranstaltung der Stadtbücherei. Am 10. Mai 2023 lasen (Bild oben, von links):
Petra Reininghaus aus „Der Bücherfreund“ und aus „Morgenwonne“ von Joachim Ringelnatz
Jochen Narr aus „Der Untertan“ von Heinrich Mann
Lydia Mach aus „Fabian“ von Erich Kästner
Hubert Moosmayer aus „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun
Rita Winter aus „Wir sind Gefangene“ von Oskar Maria Graf
Masiam Vatanpoor aus „Eine Jugend in Deutschland“ von Ernst Toller
Constantin Künst aus „Geschichten von Herrn Keuner: Wenn die Haifische Menschen wären"
Hans-Jörg Henle aus „Der jüdische Krieg“ von Lion Feuchtwanger
Imre Török aus „Die Waffen nieder“ von Bertha von Suttner
Durch den Abend führte Maria Hönig (Koordinierungs- und Fachstelle von  „Partnerschaft für Demokratie“ Leutkirch – Aichstetten – Aitrach).

Ein ausführlicher Bericht hier in der Bildschirmzeitung „Der Leutkircher“ folgt noch. Wir bitten wegen der verzögerten Berichterstattung um Nachsicht.

 

 

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halloRV

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