Aichstetten - Am 1. Mai wurde das Heimatmuseum Aichstetten eröffent. Unser Reporter Hans Reichert war dabei.
Der Eingang zum Museum führt in das Haus der Vereine in Aichstetten, auf der anderen Seite ist das Feuerwehrhaus. Am 1. Mai waren viele Aichstetter beim Maifest der Feuerwehr und auch im schnuckeligen Heimatmuseum. Im obersten Stock erklärt Gunter Heger die Eisenbahntechnik von früher, als der Bahnhof Aichstetten noch drei Dienstposten und ein Ausweichgleis hatte. Wie aus der Vorzeit rattert der Fernschreiber und der Schaltschrank, für junge Besucher völlig unbekannt, wie auch die Wählscheibentelefone, die sogar noch funktionieren wie damals, als in der Mitte der dreißiger-Jahre Aichstetten 99 Telefonanschlüsse hatte.
Führungen unter Tel. 07565 / 1695
Museumsleiter Hubert Haller ist gerne zu Führungen bereit (Telefon 07565 / 1695). Ein Glanzstück von Technik und Handwerksarbeit ist die astronomische Uhr, von Familie Krug zur Verfügung gestellt. Die Unruhe darin hat pro Tag 43.200 Schwingungen, das Schlagwerk funktioniert genau.
Die älteste Besucherin des Tages war Antonia Willburger, sie kann sich gut an die alten Gerätschaften erinnern. Auch an die ausgestellte Zither. Vor gut 60 Jahren heiratete die Mesnerstochter aus Hauerz in ihre neue Heimat Aichstetten. Das ausgestellte Korsett wird von jüngeren Frauen in den Blick genommen. Die beiden Besucherinnen sagen aber, so etwas würden sie nicht anziehen
Ehebett
Primizkronen; die links abgebildete stammt von der letzten Primiz in Treherz
Fernschreiber
Wählscheibentelefone sind den Jungen fremd
Buben bewundern die Technik in einem Schaltkasten
Mit diesem Meßgerät konnten die Telefoner die Bruchstelle einer Leitung bestimmen
Die astronomische Uhr, von einem Laien gebaut
Zither auf dem Stubentisch
Wagnerwerkzeug
Arbeitsgeschirr: Kummet und Trense für Pferde
Korsett: „Sowas brauchen wir nicht!“
Antonia Willburger kam vor rund 60 Jahren von Hauerz nach Aichstetten; sie stammt von der Mesnerfamilie Schöllhorn. Alle Fotos: Hans Reichert

