LEUTKIRCH – Wie bereits 2022 wurde auch dieses Jahr am Karfreitag die Passionsgeschichte vom Leiden und Sterben Jesu Christi im Freien rund um das Tagungshaus Regina Pacis dargestellt und gesprochen. Viele Gläubige waren gekommen, um dies live mitzuerleben. Mehrere Personen, teils auch aus der Gruppe der Einkehrtage (5 Tage der Karwoche), spielten Jesus, Petrus, Pontius Pilatus usw.
Das Wetter war genau bis zum Ende der Geschichte trocken, die im großen Saal ihren Anfang nahm und in der Kapelle mit der Verehrung des Kreuzes, der Hl. Kommunion und dem Segen endete. Auch viele Kinder nahmen teil und verfolgten mit Spannung und großen Augen und Ohren das Geschehen. Auch sie waren teilweise aus der Einkehrtage-Gruppe und hatten während dieser Zeit ein wunderschönes Kreuz aus Stoffbahnen u.a. Utensilien gebastelt.
Im Garten wurde Jesus festgenommen
Vom Saal aus ging eine lange Prozession, voran die Seelsorger Pater Gabriel Maiwald und Pater Hubertus als geistlicher Rektor des Hauses und viele Ministranten, hinaus in den großen Garten. Hier fand „die Festnahme von Jesus statt“, und weiter ging es zur Terrassenmulde, wo die Geißelung und die Verhöhnung des „angeblichen Sohn Gottes“ gesprochen wurde. Begleitet wurde die Prozession von einem Gesangs-Trio mit den Passionsliedern wie „Bleibet bei mir – wachet mit mir“.
Die Prozession ging langsam um das Haus herum und stoppte noch einmal vor dem Kapelleneingang, wo die Dornenkrone platziert war. Pontius Pilatus stand hoch oben auf der Dachterrasse und fragte das Volk, was denn falsch an dem „König der Juden“ sei und was er sich zu schulden hatte kommen lassen. Laut erschallte aus mehreren Kehlen gleich mehrmals: „Kreuzige ihn!“, dem Pilatus schließlich nachgab. Die Dornenkrone wurde enthüllt, sowie ein Kreuz sinnbildlich getragen.
Verehrung des Leidens Jesu
Weiter ging nun „der Kreuzweg“ in die Kapelle hinein, alle Gläubigen folgten und fanden Platz. Das Kreuz wurde enthüllt und alle Besucher konnten dem stattlichen Holzkreuz mit Christusstatue ihre Ehre erweisen. Pater Gabriel verlas die vielen Fürbitten, die am Karfreitag Tradition haben, um für viele verschiedene Gruppen zu beten, auch für die, die nicht dem christlichen Glauben folgen können. Nach der Kommunion und dem Segen war nach fast zwei Stunden diese feierliche Passion zu Ende.
Am Ostersonntagmorgen fand bei trockener Witterung um 5 Uhr das Osterfeuer statt, bei dem traditionell alle schriftlichen Anliegen, die in einer Altarnische das ganze Jahr über gesammelt werden, verbrannt werden. Bei der anschließendem Auferstehungsfeier wurden die Osterspeisen gesegnet. Das österliche Hochamt fand um 11.30 Uhr statt, an dem wieder sehr viele Gläubige teilnahmen. Am Ostermontag findet wieder um 11.30 Uhr eine Hl. Messe statt.
Text und Fotos: Carmen Notz
Vorschau:
Donnerstag, 13. April, 232. Gebetsabend mit Hl. Messe um 19.30 Uhr mit Live-Musik, Heilungsgebete, Einzelsegen und Nachtcafé
Sonntag, 16. April, Barmherzigkeitssonntag, 11.30 Uhr Hl. Messe, 15 Uhr Barmherzigkeitsandacht mit Segen.


















