ISNY – 70 Jahre Musik aus Oberkrain – das wurde mit wunderschönen Melodien aus Slowenien gefeiert.
Es ist schon ein paar Jahre her, dass Saso Avsenik mit seinem Oberkrainer-Ensemble im Kurhaus Isny gastiert hat und so war die Veranstaltung ruckzuck ausverkauft. Rund 400 Gäste, darunter wohl 399 absolute Oberkrainer-Fans, klatschten vom ersten Takt an mit, nicht nur bei den Avsenik-Klassikern „Trompeten-Echo“ und „Es ist so schön, ein Musikant zu sein“. Beide Titel und unzählige weitere wurden einst komponiert von Slavko Avsenik, der Opa von Saso, der das Erbe der weltbekannten Original-Oberkrainer-Musik bewahrt und mit seinem jungen Ensemble weiterlebt und feiert.
Nicht nur die Musik trifft sofort das Herz und betätigt die „Klatsch-Muskeln“ der Besucher, auch die kurzen Geschichten rund um die Familie Avsenik, mit der Saso die Besucher gerne unterhält. Als Überraschungsgast hat er natürlich zum einen seinen Vater Gregor dabei und auch seine Schwester Monika, die den Gesang des Oberkrainer-Duos Lucija und Luka auf der Bühne bereichert
70 Jahre Original-Oberkrainer-Musik wird 2023 gefeiert
70 Jahre Bühnenpräsenz der Original-Oberkrainer wurde an diesem Abend in Isny und noch bei allen weiteren Auftritten gefeiert, passend dazu gab es eine Jubiläums-CD. 1953 hat Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer diese Volksmusik mit ihrem „Special-Sound“ kreiiert, immer dabei: Akkordeon, Klarinette, Trompete, Gitarre und Bass sowie immer wieder auch gesanglich von einem Duo begleitet. Eine musikalische Chronik zu Beginn des Abends zeigte die vielen Stationen, die Highlights der weltweit bekannten Musik aus Slowenien – ein Markenzeichen des Landes, wie fast kein anderes.
40 Jahre lang steht auch Gregor Avsenik schon auf den Brettern, die für diese Familie aus Begunje die Welt bedeuten, mit seinem unvergleichlichen Gitarrenspiel, im Einklang mit seinem Sohn Saso am Akkordeon mit 10 Jahren professioneller Bühnenpräsenz. „Ich bin stolz, dass ich ein Teil dieser 70-jährigen Oberkrainer-Geschichte sein darf“, betonte der fesche junge Mann in slowenischer Tracht und stellte seine Vollblutmusiker vor.
Heimatliche Klänge, Hirtenlied und Schunkeln
Mehr als 300 Auftritte in einem Jahr hat „Opa Slavko“ einst gemeistert, und Saso muss jetzt schon aufpassen, dass es nicht zuviel für alle wird, so begehrt ist das Ensemble mit Musikern und SängerInnen aus Slowenien. Spätestens beim „Hirtenlied“ oder bei „Slowenien mein Heimatland“ lehnte man sich genüsslich zurück und genoss diese Minuten, in denen Klarinette mit Tomaz und Trompete mit Jan Gänsehaut pur herbeizaubern.
Dann hämmerten rasend schnelle Polkas durch die Luft oder erfrischend neue Titel des jungen Saso wie „Hallo kleine Maus“, die Lucija und Luca (Landesbester Sänger) sehr schwungvoll darbringen. „Kein Berg der Welt“ rührte fast zu Tränen und man durfte Original-Vogelstimmen aus Oberkrain hören. Es wurde fröhlich geschunkelt, bei Titeln wie „Tante Mizzi“ sang der ganze Saal lautstark mit, was jedem offenbarte: Hier sitzen echte Fans und die meisten haben Saso wie auch den Slavko schon live erlebt.
Mit großen Schritten von Erfolg zu Erfolg
„Saso & seine Oberkrainer“ haben kein Problem, in den großen Fußstapfen von Slavko Avsenik von Erfolg zu Erfolg zu marschieren, das Ensemble und seine Musik kommt an, nicht nur bei 50Plus. Oberkrainer-Klänge sind wieder oder immer noch modern, der Rhythmus ist rasend, die Liedtexte schmachten voller Liebe und Heimatgefühle, meistens in Deutsch, aber auch Slowenisch darf man lernen, nicht nur bei „lalala“. Der Titel Planica wurde in Isny ebenso präsentiert, wie im Olympia-Ort, wenn Skiflieger 235 Meter weit kommen.
Die Gäste im Kurhaus kamen von überall und weit her und genossen sichtlich und hörbar drei volle Stunden ein prall gefülltes Musikprogramm, inklusive „Franz dem Maurergsell“ und einigen Zugaben. Da fehlte es an nichts, immer wieder Überraschungen, wie Lucija an der Steirischen, ein Stück ganz unplugged – ohne Technik, oder ein paar humorvolle Anekdoten von Saso. Ein rundum gelungener Abend und viele Besucher freuen sich vermutlich jetzt schon auf die Weihnachtsgala in Bregenz im Dezember.
Text und Bilder: Carmen Notz
Bild: Ist unplugged – ohne Technik – ganz live !!
Bild: Diverse Ensemble-Konstellationen
Bild: begeisterte zwillinge....

