Leutkirch - Mit Ödön von Horváths bekanntem und viel aufgeführtem Volksstück „Kasimir und Karoline“ geht die Saison der vhs-Reihe „Leutkircher Theater“ am Sonntag, 2. April, um 18.00 Uhr in der Festhalle zu Ende. Die vhs zeigt das Volksstück in einer Produktion des Landestheaters Schwaben aus dem benachbarten Memmingen.
Zu dem Stück gibt es um 17.30 Uhr im Lohboden eine Einführung in Stoff und Inszenierung. Karten im Vorverkauf (22,-/20,-/15,-) gibt es in der Touristinfo Leutkirch und bei www.reservix.de. Die Abendkasse hat eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet.
Zur Handlung: Ort der Geschichte ist das Münchner Oktoberfest. Karoline freut sich sehr auf einen unbeschwerten, sorgenlosen Tag mit ihrem Verlobten. Doch Kasimir will die gute Stimmung nicht recht gelingen, hat er doch gerade seinen Job verloren. Zukunftsängste und ein in Mitleidenschaft gezogenes Selbstbild treiben ihn um. Ein emotionales Gemisch, das die Liebe des Paares auflöst wie Zuckerwatte. Karoline gibt sich alleine dem rauschhaften Treiben des Oktoberfestes hin. Sie gerät immer tiefer in ein Panoptikum entgleister Menschen, die – genau wie sie und Kasimir – zur Ergötzung der jubelnden Gewinner auf einem dünnen Seil über dem Abgrund ihrer Existenz balancieren müssen.
Ödön von Horváth (1901 bis 1938) beschreibt in seinem Stück eine Gesellschaft, in der die soziale Spaltung immer stärker sichtbar wird. Horvath lässt die tiefe Liebe seiner Protagonisten Kasimir und Karoline mit teils komödiantischen Mitteln an der harten Realität scheitern.
www.vhs-leutkirch.de
Pressemitteilung der vhs Leutkirch (Karl-Anton Maucher)

Künstlerische Annäherung an die Ambivalenz des Oktoberfestes. Fotografik: LTS

