Leutkirch - Pünktlich um 13.33 Uhr startete der närrische Umzug an der Festhalle am Fasnetssonntag, um über die Wangener und Untere Grabenstraße zur Altstadt zu ziehen.
Schon von Beginn an säumten unzählige Menschen in bester Stimmung, darunter viele Familien, den Straßenrand. Viele waren maskiert, die Kinder hatten Stofftaschen dabei für den zu erwarteten Bonbon- und Lutscher-Regen, wenn sie denn auch den jeweiligen Narrenruf richtig gerufen hatten.
Aus Nah und Fern waren die Narren- und Maskengruppen von der örtlichen Narrenzunft (NZ) Nibelgau eingeladen worden. Allen voran ging die Stadtkapelle Leutkirch im närrischen Mexikaner-Gewand. Es folgte die NZ Nibelgau mit dem imposanten Katzenwagen, von dem das Prinzenpaar und einige vom Präsidium herunter grüßen. Als Nachbarzunft konnten die Zuschauer die NZ Lachende Kuh aus Isny willkommen heißen: Hey-Muh.
Aus den Nachbarorten und aus Bayern
Narrenzünfte und Musikgruppen wechselten sich ab, auch Zünfte aus der näheren Umgebung wie die Blätterhexen Wuchzenhofen, die Feuerhexen aus Allmishofen, die Gebrazhofer mit ihren Dickköpf‘ und den Blumennarren und auch die Zeiler Keiler sowie die Hergesweiber aus Hofs dürfen bei keinem Leutkircher Narrensprung fehlen.
Schön war es, dass auch wieder die Bayern dabei waren: Kempten mit drei Gruppen, die Memminger Stadtbachhexen, Gruppen aus Buxheim und auch aus Buchenberg war eine Hexengruppe mit im Narrenwurm, der an mehreren Stellen von närrischen Fachleuten kommentiert wurde.
Viele Familien mit Kindern sowie Jugendliche waren begeistert am Straßenrand voll dabei und so mancher Konfetti-Regen ergoss sich über die Köpfe, manch ein Mädel wurde kurz mal unfreiwillig mitgenommen, alles ganz harmlos und friedlich. Auch bei den Narrengruppen sah man außergewöhnlich viele mit Kinderwagen und darin schon der Narrensamen in kleinen Kostümen – ohne die Holzmasken. Der graue Himmel tat der tollen Fasnetsstimmung in Leutkirch keinen Abbruch. Es hielt – kein Regen, immerhin.
Kaffee und Kuchen gegen Spenden
Nach 2,5 Stunden löste sich der Narrenwurm am Viehmarktplatz auf und viele gingen in die Gasthäuser oder verpflegten sich „to go“ in Leutkirch. Nicht nur in der Festhalle wurde, wie jedes Jahr, Kaffee und Kuchen angeboten, und der Erlös für den Verein für leukämie- und tumorkranke Kinder gespendet, auch das ehemalige Café Albrecht in der Marktstraße wurde nur für den Fasnetssonntag eingerichtet, um hier Kuchen gegen Spenden für die Erdbebenopfer anzubieten.
Infos: www.narrenzunft-nibelgau.de
Text und Bilder: Carmen Notz





Konfetti - REGEN!!!

