Leutkirch – Ein Feuerwerk der Instrumentalmusik an drei Akustikgitarren und einem E-Bass wurde von der neuformierten Band „De Nada“ im Bocksaal präsentiert.
Vier Vollblutmusiker, Marco Müller und Hardy Pfahl aus Leutkirch sowie David Klüttig und Lukas Bystricky aus dem Raum Ravensburg begeisterten das zahlreiche Publikum, selten ist so ein virtuos gestaltetes Programm an 22 Saiten und spanisch-portugisischer Gitarrenmusik zu erleben.
Alle Vier spielen von Jugend an leidenschaftlich akustische Gitarren, Marco Müller hat sogar schon einige selber in höchster Vollendung gebaut. In David Klüttig hat der Gypsy-Jazz-Rumba-Liebhaber seinen Meister gefunden, zusammen sind die beiden an Virtuosität und Spielgenialität fast nicht zu überbieten.
Verträumt können nicht nur die Konzertgäste zurücklehnen und lauschen, fast ebenso verträumt, mit traumwandlerischer Sicherheit spielen die vier Saitenkünstler Stücke aus verschiedenen Genres. Größtenteils sind es jedoch Eigenkompositionen, aber auch Klassiker der spanischen Flamenco-Musik mit rasend-schneller Rhythmik und Dynamik, die trotzdem immer noch ein Plätzchen für den eigenen Stil lassen.
Draußen Pulverschnee – drinnen feuriger Gitarrenklang
Trotz Pulverschnee und null Grad draußen konnte man vom warmen Süden träumen, von tanzenden Flamenco-Tänzerinnen, von sanften Meereswellen und einem kühlen Sangria. Kredenzt dazu wurde Vino Tinto oder ein kühles Bier, einige schwangen das Tanzbein. Mit „Trommeln auf dem Gitarrenkorpus“ gab es auch mal leicht afrikanische Klänge, oder Melancholie in Form eines Liebesliedes vom „Halbgott der gitarristischen Flamenco-Musik“ Paco de Lucia. Aus den Händen von David Klüttig stammte das Instrumentalstück „El Duende“, was so viel heißt, wie das höchste Gefühl, das Einssein mit seiner Musik, und auch hier wurden schwierige Passagen locker-leicht dargeboten.
Neue CD und Single-Auskopplungen gibt es Ende Januar
Nebenbei erfuhr man mehr über den eigenwilligen Stil des Ensembles, der sich zwischen Gypsy-Rumba, -Jazz bis zum Swing a la Django Reinhardt aus den 30-er Jahren bewegt. „Obwohl es uns erst seit 2022 gibt, haben wir bereits eine CD aufgenommen, kommen frisch aus Portugal, wo die Fotos und Aufnahmen entstanden“, erzählte David Klüttig mit leiser Stimme sichtlich glücklich. Obwohl jeder der Musiker aus einer anderen Stilrichtung kommt, haben sie sich perfekt zusammen“gespielt“, eine selten geglückte Symbiose, wie sich in naher Zukunft zeigen wird. Ende Januar soll die CD erscheinen, vorher gibt es einzelne Titel bereits über Spotify.
Eine Melodie aus Kuba im Dreivierteltakt, ein Aventura – ein Saiten-Abenteuer und als letzten Titel „No caminho certo“ – Der richtige Weg – waren bezeichnend für den Weg der Band „De Nada“, von der man noch einiges hören wird.
Infos zu De Nada unter www.denada-band
Text und Fotos: Carmen Notz

