Leutkirch - Die Interessengemeinschaft "Lebendiges Leutkirch - autoarme Altstadt" hat am vergangenen Samstag (17.9.9, passend zum Mobilitätstag, einen Entwicklungsworkshop zu der Frage angeboten: „Wie kann sich die Leutkircher Altstadt weiterentwickeln? Mögliche Szenarien und Lösungen wurden dabei in vier Arbeitsgruppen bzw. Themenbereichen gemeinsam erarbeitet und werden baldmöglichst der Stadt und dem Gemeinderat als Anregung übergeben.
Fast 30 Bürger, darunter auch Geschäftsleute und Bewohner der Altstadt und einige Gemeinderäte, trafen sich in der Geschwister-Scholl-Schule, um das brisante Thema zu erörtern, wie man weniger Verkehr und mehr Lebensqualität innerhalb der Altstadt schaffen könnte. Dabei kamen viele Vorschläge, Ansichten und neue Ideen zusammen, die am Schluss von Mitgliedern der IG zusammenfassend erläutert und moderiert wurden.
Shuttle-Elektrobus und Lieferservice
Im Einzelnen ging es um alternative Möglichkeiten und moderate und zielführende Mobilität anstelle von Autoverkehr, insgesamt und um die Frage, wie man mehr Attraktivität und Belebung in der Innenstadt schaffen kann. Es könnte von Geschäften zum Beispiel ein Liefer- und Bringservice angeboten werden, es könnte ein kleiner Elektrobus stündlich eine Runde durch die Altstadt fahren, mit diversen Zustiegmöglichkeiten, es könnte mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger geschaffen werden anstelle von Parkplätzen, es könnten E-Lade-Stationen für E-Bikes angebracht werden.
Zur Belebung und Attraktivierung gab es ebenfalls viele Vorschläge wie Spielmöglichkeiten für Kinder inklusive kleiner Wasserläufe, Vorlesestunden, Plätze für Jugendliche mit Kopfhörer-Party; es müsse noch mehr Gastronomie geben, es könnten Abendmärkte oder Musikabende organisiert, bessere Beleuchtungen angebracht und es könnten mehr Grün und Sitzmöglichkeiten geschaffen werden.
Sanierung des Eschachufers und Kundenfrequenz
Auch an die Bewohner der Innenstadt sowie an Senioren und behinderte Menschen wurde gedacht, ebenso wurde die geplante Sanierung des Eschach-Ufers mit einbezogen. Interessant zu hören war, dass Leutkircher Geschäftsleute inzwischen mehr als 50 Prozent Umsatz durch Touristen bzw. Nicht-Leutkircher machen. Es wurde auch genannt, dass Leutkirch eine Umgehungsstraße bräuchte und mehr Infrastruktur für Radfahrer im Stadtzentrum. Viele Gäste kommen zum Beispiel vom Center-Parcs Allgäu mit dem Rad nach Leutkirch.
Der Workshop wurde finanziert von "Demokratie leben!".
Vorschau: Am Donnerstag, 22. September, treffen sich Anwohner, Betroffene und Bürger in der Festhalle, um das Thema der Eschach-Sanierung zu besprechen, hierfür muss man sich anmelden: telefonisch unter 07561 / 87148 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Text und Fotos: Carmen Notz










