WANGEN - Der neue, für den Katastrophenschutz und die Polizei zuständige Staatssekretär im im Innenministerium des Landes, Thomas Blenke (CDU), hat auf Einladung des Landtagsabgeordneten Raimund Haser (CDU) zwei Besuche in Wangen absolviert.
Für die DLRG hatte er für den Bauherren Oliver Bolz die Zusage im Gepäck, dass die Erstausstattung des Gebäudes - Möbel, IT, Küche und Ausrüstung - mit einem Zuschuss über 146.000 Euro zusätzlich bewilligt wird. Bei der Polizei versprach Blenke im Beisein von Polizeipräsident Uwe Stürmer, dass er das Thema Räumlichkeiten „noch einmal“ gegenüber dem Finanzministerium thematisieren werde. Was das Personal angeht, versprach er, dass auch Wangen vom zu erwartenden Stellenaufbau bei der Landespolizei profitieren werde.
„Ich wollte ihm unbedingt das neue DLRG-Gebäude auf dem Parkplatz des Freibades zeigen, weil es wegweisend für den Katastrophenschutz im Land und für die Architektur solcher Gebäude ist“, begründet Haser die kurzfristig zustandegekommene Einladung Blenkes. 90 Prozent Förderung durch das Land inklusive der 60 kWp Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie eine umweltfreundliche solarthermische Warmwasserversorgung sorgen für eine weitgehende finanzielle Unabhängigkeit der DLRG in Wangen und für zusätzliche Einnahmen. „Das ist wichtig, weil die DLRG ebenso wie die Bergrettung weniger Finanzierungsmöglichkeiten durch ihre Einsätze hat und somit auf eine großzügige Förderung angewiesen ist“, so Haser.
Der Staatssekretär zeigte sich vom Gebäude und vom Engagement der DLRG sehr beeindruckt. „Und das machen Sie alles ehrenamtlich? Das ist ja der Wahnsinn“, sagte Blenke - verbunden mit der Zusage, dass das Land die im Haushalt eingestellten 25 Millionen Euro für den Katastrophenschutz im Land gleichmäßig und gerecht verteilen werde.
Lob erhielt auch die Feuerwehr, die durch Kreisbrandmeister Oliver Surbeck und Feuerwehr-Kreisvorsitzenden Michael Otto bei dem Treffen bei der DLRG vertreten war. Nirgendwo sonst im Land wird die Feuerwehr - wie hier im Kreis - komplett ehrenamtlich gestemmt. Die Bitte nach mehr Ausbildungsplätzen in der Schule in Bruchsal nahm Blenke, der seit 2001 für die CDU im Landkreis Calw im Landtag sitzt, nebst vielen anderen technischen Details mit nach Stuttgart.
Beim Polizeirevier Wangen ging es Revierleiter Markus Ehmele vor allem um die tief in den Wänden sitzende Feuchtigkeit, die nach wie vor Probleme macht und aufgrund derer dringend Sanierungsbedarf besteht. Ehmele thematisierte auch den finanziellen Mehrbedarf der Reviere auf dem Land, die zum Beispiel mehr Kilometer zurücklegen müssten, dafür aber keinen finanziellen Ausgleich erhalten. Ehmele zeigte sich aber dankbar für die Wertschätzung der Polizei insgesamt, die vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung, die heute mehr als in den vergangenen Jahren die Präsenz der Polizei schätze. „Unsere personelle Basis ist gesichert“, freute sich Ehmele über viele junge und auch viele weibliche neue Beamte. „Die helfen gegenseitig aus und sind ein tolles Team. Das ist bei der Arbeit, die wir zu erledigen haben, wichtig.“
Raimund Haser, der in der ersten Jahreshälfte sämtliche Posten und Reviere seines Wahlkreises besucht hatte und viele Hinweise in Richtung Stuttgart weitergegeben hat, gab Staatssekretär Blenke noch eine Bitte auf den Weg: „Es ist schön, dass wir ein Polizeipräsidium Ravensburg haben. Das stärkt im Vergleich zur vermurksten Situation vorher die Region bei der Koordination, dem Zusammenhalt und bei der Ausbildung.
Aber wir brauchen auch ein Gebäude für dieses Präsidium. Der Neubau des Präsidiums in Ravensburg ist ein Interesse der gesamten Region - das gilt auch für Wangen. Der längst geplante und beschlossene Neubau muss unbedingt im kommenden Haushalt verankert werden. Dazu werde auch ich meinen Beitrag vonseiten der Fraktion leisten.“
Pressemiitteilung: Stellvertretender Fraktionsvorsitzender (Raimund Haser)



