Ravensburg - Über 50 Teilnehmer beten für mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt. Freitagnachmittag vor Palmsonntag - eine bunte Gruppe mit Transparent und Holzkreuz sammelt sich vor der Liebfrauen Kirche, um ihren diesjährigen Kreuzweg der Arbeit durchzuführen.

Ein Vorbereitungskreis Ehrenamtlicher aus dem Umfeld der Betriebsseelsorge und der Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bezirk Bodensee haben die Texte geschrieben, zu Kreuzwegstationen wie: ist da jemand, Machthaber, Peiniger, Unterstützer, Kreuzigung und Zeuginnen.

Von Liebfrauen ging es zum Marienplatz und von dort zur St. Jodok-Kirche.

An den Stationen wurde auf Menschen aufmerksam gemacht, die in der Arbeitswelt ein „Kreuz“ zu tragen haben. In diesem Jahr standen die Paketzulieferer im Mittelpunkt.

Wir haben, ganz praktisch, einen Blick auf die schlechten Arbeitsbedingungen und auf den geringen Lohn von Paketzulieferern geworfen. Wir können das Kreuz dieser Menschen nicht tragen, aber wir können, durch bewussteren Konsum, durch Protest und durch das öffentlich machen des Unrechtes etwas dafür tun, dass das Kreuz der Paketzulieferer etwas leichter wird.

Bei der Station Zeuginnen ging es darum, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zeugnis geben können von Menschen die sich aus christlicher Überzeugung für mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt engagieren.

Im Anschluss gab es in St. Jodok eine leckere Bohnensuppe und etwas zum Trinken. Eine gute Gelegenheit die Gespräche miteinander an Stehtische zu vertiefen und sich so gegenseitig zu stärken und zu wärmen.

Für Bernadette Schwarz, KAB-Bezirksvorsitzende und Philipp Groll, Betriebsseelsorger war die Teilnehmerzahl ein ermutigendes Zeichen, dass sich die Menschen nach Corona sich wieder freuen miteinander unterwegs zu sein und ein öffentliches Zeichen für mehr Gerechtigkeit zu zeigen.

 

Text: Peter Niedergesäß (KAB)

 

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