Ravensburg - Zwei Bürger:innen setzten kurz vor dem bunten Abschlußfeuerwerk des diesjährigen Rutenfestes mit Regenbogenflaggen ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Miteinander. Ungewöhnlich ist der Ort, den sich die beiden für ihre spontane Aktion ausgesucht hatten: Das große Kettenkarussel mitten auf dem Festplatz.
Während der Fahrt (siehe Bild) flatterten zwei Regenbogenfahnen symbolisch für Vielfalt und gegen Ausgrenzung gut sichtbar in luftiger Höhe. Während einige jüngere Rutenfestbesucher:innen die Regenbogenfahrt mit den Worten "ekelhaft" und "sollte man abreisen" kommentierten, zückten viele andere Passant:innen ihr Handy um das unerwartete Bild festzuhalten. "Voll cool" jubelten zwei begeisterte Studentinnen.
"Wo, wenn nicht hier, im fröhlichen Treiben des Rutenfests, ist der richtige Ort, um für eine bunte Gesellschaft, ungeachtet des Geschlechts, sexueller Ausrichtung, Herkunft, Alters und Beeinträchtigung, ein Zeichen zu setzen", betont Gudrun Bosch (46)
Der Charme unserer Stadt lebt durch das vielfältige Engagement und die bunten Unterschiede ihrer Bewohner:innen. Ob Klimaktivist:innen, die LTBTQ+ - Bewegung, Menschen z.B. aus der Ukraine, Syrien oder Gambia, oder Menschen mit Beeinträchtigungen zeigen, dass wir alle von der "Regenbogen-Buntheit" profitieren. So die beiden in einem gemeinsamen Pressestatement.
"Ich freue mich seit jeher über jeden Menschen der seine Besonderheiten offen lebt und sich nicht in irgendwelche Konventionen oder Normen pressen läßt. Das empfinde ich beispielgebend für mein eigenes Leben", bekennt Martin Lang (55)
Mit ihrer Aktion solidarisieren sich Bosch und Lang ausdrücklich mit allen Menschen, die im Alltag und strukturell von Ausgrenzung betroffen sind und wünschen sich mehr Offenheit und Selbstverständnis miteinander.
Denn ein Regenbogen ist nur durch das Zusammenspiel seiner Farben so besonders!
Photo von Jakob Lang Bericht Martin Lang

