Kißlegg-Bärenweiler - In den Räumen der „Heimat Bärenweiler“ hat eine ganz besondere Fotoausstellung stattgefunden. Die Fotografin Ulla Wälder hat dafür Menschen porträtiert, die sich, scheinbar nahtlos, in diesen historischen Ort einfügen und ihn mit Leben erfüllen sollen.
„Man fotografiert nur, weil man nicht malen kann“, begrüßte die Fotografin Ulla Wälder ihre Gäste im Kreuzgang des Hauptgebäudes von Bärenweiler. Ihre Leidenschaft für Portraits begleitet sie seit Anbeginn ihres fotografischen Schaffens. „Mich faszinieren Gesichter, sie sind der Spiegel der Seele und weil ich wirklich nicht gut malen kann, habe ich mich für die Fotografie entschieden.“
Als sie das erste Mal die Räume in Bärenweiler besuchte, sei sie von der besonderen Atmosphäre der Gebäude beeindruckt gewesen. Allerdings fühlte es sich für sie traurig, leer und verlassen an. „Es fehlten einfach Menschen, die es zu neuem Leben erwecken.“ Dies war der Beginn einer einjährigen Kooperation mit Christian Skrodzki, dem Eigentümer, der von Ulla Wälders Idee sofort begeistert war. Eine Fotostrecke in den verschiedensten Räumen sollte es werden, Portraits sollten es sein, Menschen, die, wie selbstverständlich mit dem morbiden Charme der Gebäude verschmelzen sollen.
Mit einer unglaublichen Perfektion hat die dänische Fotografin ihr Projekt umgesetzt. Jedes einzelne Bild ist stimmig bis ins kleinste Detail. Es ist ihr zweifelsfrei gelungen, mit Licht und Proportionen zu spielen, ihre Darsteller auf den Punkt zu positionieren und mit den vorhandenen Requisiten ein harmonisches Ganzes zu komponieren. Sie stellt den Menschen in den Vordergrund und integriert ihn dabei vollkommen in die ausgewählte Örtlichkeit oder, wie sie es selbst beschreibt: „Ich wollte als Fotografin gar nicht da sein, es war mir nur wichtig, die Magie des Moments einzufangen.“
Christian Skrodzki, den eine langjährige Freundschaft mit Ulla Wälder verbindet, beschreibt sie als eine unglaublich warmherzige Frau, die im Laufe des Projekts scheinbar mit den Räumen zu kommunizieren schien. Mehr noch, er empfand die Zusammenarbeit mit Ulla Wälder als Verschmelzung von Arbeit und Atmosphäre.
Eine weitere Besonderheit dieser Ausstellung ist die Positionierung der einzelnen Exponate. An ungewöhnlichen Orten finden sie sich wieder, hängen zum Teil recht unkonventionell an Haken. Zufall? Nicht für die sympathische und fröhliche Fotografin, die auch bei der Präsentation aufs kleinste Detail achtete.
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Bericht und Fotos: Christine Hofer-Runst
Nachstehend Impressionen von der Eröffnung der Ausstellung




















Die Fotokünstlerin

Der Hausherr

