Kisslegg - Bei schönstem Fasnetswetter und im Beisein einer enormen Narrenschar wurde Bürgermeister Dieter Krattenmacher am Donnerstag seines Amtes enthoben. Zunftmeister Hajö Schuwerk nahm ihm dabei gleich noch den Rathausschlüssel ab.
Während die Hästräger der Hudelmale und zahlreiche Musiker noch in Kissleggs Schulen die Schüler befreiten, feierten die Kleinsten vom Kindergarten St. Hedwig schon eine Mega-Faschingssause im Cesarsaal des Schlosses. Prinzessinnen, Bienen, Hippies und Einhörner tanzten auf die Musik der alten Fasnetsgassenhauer und hatten sichtlich großen Spaß daran.
Pause für den "Straßendieter"
Nach musikalischer Einstimmung schritt Zunftmeister Hajö Schuwerk zur Tat und verkündete der Narrenschar, dass der „Straßendieter“ mit Hang zu Bauprojekten nun mal ein paar Tage Pause machen darf. Ganz so einfach wollte sich dieser aber nicht geschlagen geben, er nutzte die Gelegenheit sich bei Luisa und Paul, die während der närrischen Tage, im Kisslegger "Löwen" Gäste bewirten, zu bedanken. Es half ihm jedoch alles nichts, die Mäschkerle im Schlosshof waren einfach in der Überzahl und das „Schnarragagges heidenei“ zu laut und unüberhörbar; der Schultes beugte sich und übergab seine Herrschaft und den Rathausschlüssel an den Vorsitzenden der Hudelmale.
Nach zwei Jahren ohne Fasnet freuten sich die Kisslegger Bürger wieder darauf, gemeinsam zu feiern. Dazu gehört am Gumpigen Donnerstag die traditionelle Wurst im Wecken der Metzgerei Sontag, die von der Gemeinde gespendet wird, das Schunkeln zum Fasnetslied der Narrenzunft und mindestens genauso wichtig ist der Guatsle-Regen für den Narrensamen. Die kleinen Mäschkerle gaben sich alle Mühe, ein begehrtes Bonbon zu fangen.
Zwischenzeitlich machten sich die ersten Gruppen bereits auf, für den Zug durch die Gemeinde. Der närrische Tag wird in Kisslegg lang und läutete die Hochfasnet ein.
Bericht und Fotos: Christine Hofer-Runst



















