Kisslegg: An diesem Freitag, 11. November, setzen die Kisslegger Narren in altbewährter Manier vor dem Rathaus ihr Narrenbäumle. Die Hudelmale laden Jung und Alt dazu ein. In ihrem Einladungstext wird das Event erläutert:
Eine merkwürdige Szenerie: Männer und Frauen mit grünen Gießkannen stehen um eine kleine Tanne, besingen sie und sagen Gedichte auf. Was am 11. 11. um 11.11 Uhr vor dem Kißlegger Rathaus geschieht, ist aber kein verfrühtes Christbaum-Loben. Es ist das Narrenbäumle-Setzen der Hudelmale-Zunft, die sich mit dem Begießen eines mickrigen Bäumchens jedes Jahr auf die nächste Fasnet einstimmt.
Denn: Aus dem Tännchen, dass Zunfträte und Bürgermeister am 11.11. zusammen mit den örtlichen Kindergärten zum Wachsen animieren, soll binnen weniger Monate ein meterhoher Narrenbaum werden. In den vergangenen 55 Jahren hat das jedes Jahr geklappt. Nicht zuletzt, weil jeder Zunftrat aus seiner Gießkanne ein spezielles „Wundersäftle“ über das Bäumle kippt und es dazu noch mit einem närrisch-hintersinnigen Sprüchle „begießt“.
Für die närrischen Klänge sorgt der Fanfarenzug der Kolpingsfamilie Kißlegg. Die Trommler und Fanfarenspieler begeben sich mit dem Zunftrat nach dem Spektakel ins Zunftlokal „Ochsen“ zum Kuttelnessen.
Das Motto wird verkündet
Vorher wird dem Publikum das nächste Fasnetsmotto verkündet. An ihm orientieren sich die freien närrischen Gruppen, die am „Gumpala Dunschtig“ bei der Kißlegger Straßenfasnet durch den Flecken ziehen.

