Altdorfer Wald – Viel Betrieb herrschte am Sonntagnachmittag bei den Besetzern des Altdorfer Waldes bei Grund auf dem Gelände einer geplanten Kiesgrube. Inzwischen nimmt ein Baumhausdorf seine Form an, um die vielen Besetzer unterzubringen.

Der Altdorfer Wald ist eines der letzten großen Wälder Deutschlands, vom Schussental bis ins Allgäu, zwei Drittel in staatlichem Besitz und ein Drittel in gräflichem Besitz des Erbgrafen von Waldburg-Wolfegg-Waldsee. Nach den Räuberbanden in vorigen Jahrhunderten ist es jetzt die Fridays for Future Generation, die dieser Wald in seinen Bann gezogen hat. Sie wollen verhindern, dass nicht noch eine weitere Furche wie wenige Kilometer weiter bei Oberankenreute durch die Kiesgruben in den Wald geschlagen werden.

Die 11 ha große geplante Kiesgrube Grund befindet sich in der geologisch nahezu weltweit einmaligen Zone, dem Waldburger Rücken. Der Aufbau des Untergrundes ist nicht vergleichbar mit klassischen Kiesabbaugebieten. Die Abbauwürdigkeit in diesem Bereich ist nicht nur wegen dem Wasserschutz, wo im nahen Weßenbronnen das Wasser kristallklar in bester Trinkwasserqualität aus dem Boden sprudelt, fragwürdig und man wundert sich, weshalb diese Argumente auf Regierungsebene oder bei den Regionalplanern bislang kein Gehör finden.

 

Text und Bild: Gerhard Maucher

 

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