Bergatreute - Was lange währt wird endlich gut. So könnte man die lange Planungsphase des Kindergartenneubaus beschreiben, die jetzt mit dem Spatenstich in die Bauphase geht. Vergangene Woche erfolgte der Spatenstich.
Bürgermeister Helmfried Schäfer erklärte, dass der Kindergartenneubau mit rund 6 Millionen Euro die größte Investition in der Geschichte der Gemeinde sei. Der Neubau des Kindergartens werde die Gemeinde ihr Angebot im Bereich der Kinderbetreuung weiter ausbauen und verbessern. Mit dem Neubau und Sanierung der Gemeinschaftsschule, dem Bau der Schulmensa und der Errichtung einer Kleinkindbetreuung habe die Gemeinde bereits viele Dinge im Bereich Kinder und Jugend auf den Weg gebracht. Der Kindergartenneubau sei ein weiterer und wichtiger Baustein in diesem Konzept.
„Die Planungen des Kindergartenneubaus haben eine lange Vorgeschichte, aber es war rückblickend gut, dass wir uns diese Zeit genommen haben“, wies Bürgermeister Helmfried Schäfer beim Spatenstich hin. Anhand eines Rückblicks ging er auf einige wichtige Daten ein und bemerkte, dass man im Jahre 2011 nur einem neuen Gruppenraum an den bestehenden Kindergarten Maria Heimsuchung plante. Die Kinderzahlen waren damals um rund ein Drittel zurückgegangen. Kurz darauf drehte sich dieser Trend und die Kinderzahlen legten um über 40 Prozent zu. Auf der Suche nach einem passenden Standort wurden verschiedene Grundstücke in Betracht gezogen. Erst mit dem Erwerb des landwirtschaftlichen Anwesens Buck und dem angrenzenden Autohaus Schmidinger habe man eine wirkliche Standortalternative gehabt.
Die Standortentscheidung, so Bürgermeister Helmfried Schäfer, sei richtig und wegweisend, da der Kindergarten an dieser Stelle über genügend Außenfläche verfüge und Platz für Erweiterungen habe. Auch sei das neue Wohnbaugebiet in unmittelbarer Nähe und der Kindergarten fußläufig erreichbar. Er dankte der katholischen Kirchengemeinde, dass sie die Leitung des siebengruppigen Kindergartens übernehmen werde. Ferner werde sich die Kirchengemeinde mit einem Zuschuss an den Baukosten beteiligen. Auch das Land werde einen Zuschuss über den Ausgleichstock geben. Er dankten den beiden Kindergartenleiterinnen, Frau Roswitha Müller und Frau Monika Fässler, dass sie sich in die Planungen tatkräftig mit eingebracht haben. Nach Fertigstellung des Neubaus sollen die beiden Kindergärten Maria Heimsuchung und Wunderland im Neubau zusammengefasst werden.
Pfarrer Klaus Stegmaier erklärte, dass die katholische Kirchengemeinde sich in dem Projekt nicht nur mit einem Geldzuschuss einbringen werde, sondern auch mit qualifiziertem Personal. Er dankte der Gemeinde für die bisherige vertrauensvolle Zusammenarbeit und hoffe darauf, dass die Bauarbeiten zügig vorangehen und der Kindergartenneubau fristgerecht bezogen werden kann.
Architekt Manuel Tress, vom Architekturbüro Tress aus Baltringen, freute sich, dass der Standort Entwicklungspotential für die Zukunft biete. Das Gebäude ist für sieben Gruppen ausgelegt. Im Obergeschoss werde es ein Dachgarten geben, der als zusätzliche Spielfläche genutzt werden könne. Das Gebäude verfüge über eine Bruttogeschossfläche von rund 2.600 Quadratmetern und umfasse rund 10.500 Kubikmeter. Es weise eine Länge von rund 64 Metern und eine Breite von rund 30 Metern aus. Das Haus werde beste Bedingungen für die Kinder und die Erzieherinnen bieten und für zukünftige mögliche Anforderungen der Zukunft gerüstet sein. „Die Kinder dürfen sich auf schöne und helle Räume freuen, die alle nach Süden zum Spielgarten hin, ausgerichtet sein werden“, so Architekt Manuel Tress. Der Strom komme vom Dach, werde über eine Batterie gepuffert und versorge das ganze Gebäude. Der Überschuss werde ins Netz eingespeist.
Zum Schluss legten die Verantwortlichen noch selbst Hand an. Mit den bereitstehenden Spaten wurden symbolisch die ersten Erdbewegungen getätigt und der Startschuss für den Baubeginn gegeben. Bürgermeister, Pfarrer, Gemeinderatsmitglieder, Kirchengemeinderatsmitglieder, Kindergartenleiterinnen, Architekten und Vertreter der Rohbaufirma Grüner und Mühlschlegel aus Biberach griffen voller Tatendrang und gut gelaunt zum Spaten. Die Bauarbeiten können beginnen.
Bericht und Bilder Gemeinde Bergatreute

Fotos: Architekturbüro Tress, Baltringen

