Bad Wurzach - Ab 24. Mai auf dem Klosterplatz: Nehmen Sie Platz auf der Roten Bank und setzen Sie ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen!
Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist eine der am weitest verbreiteten Menschenrechtsverletzungen der Welt, auch in Deutschland.
Die Idee hinter der Bank kommt aus Italien. 2016 wurde in der Stadt Perugia zum ersten Mal die Rote Bank als Symbol für Gewalt gegen Frauen ins Leben gerufen und seither in vielen Städten mit ihrer aufrüttelnden Botschaft platziert. Die Farbe Rot symbolisiert die Farbe von Blut und Leben. Die Bank selbst ist mahnendes Zeichen für die Plätze, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen.
In Deutschland stirbt mehr als an jedem dritten Tag eine Frau durch Partnerschaftsgewalt. Studien belegen, dass jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt erfährt. Die Tragweite wird längst nicht umfassend gesehen, behandelt oder gar verhindert.
Häusliche Gewalt ist noch weitgehend ein Tabu! Das Aufstellen der Bank auf dem Klosterplatz soll aufmerksam machen und die Vorbeigehenden anregen, darüber nachzudenken, dass jeder und jede dazu beitragen kann, Gewalt in Beziehungen zu beenden.
Auch in Bad Wurzach erleben Mädchen und Frauen Gewalt. Um darauf hinzuweisen, werden in der Bäckerei Steinhauser, dem Café Schuhmacher und dem Buchladen Tüten beim Einkauf ausgegeben, die verdeutlichen, dass auch hier kein Platz für Gewalt an Frauen ist. Die Rote Bank auf dem Klosterplatz wird vor Ort ab 24. Mai für ca. 4 Wochen stehen.
Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema Gewalt gegen Frauen und Kinder wird dringend benötigt: Damit Betroffene selbst ermutigt werden, sich anzuvertrauen und das Umfeld gut weiterhelfen kann.
Kontaktadressen:
Verein Frauen und Kinder in Not
Beratung und Interventionsstelle Wangen: 07522-9099598
“ Ravensburg: 0751-23323
Frauen- und Kinderschutzhaus RV: 0751-16365
email Wangen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bundesweites Hilfetelefon: 08000 116 016
Die Aktion wird in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Sonja Grauberger unterstützt.

Bericht: Frau Lutz

