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Seibranz - Die Ortschaft Seibranz mit ihrer Ortsvorsteherin Petra Greiner sagte Dank, nicht im Vorübergehen sondern mit einem richtig Festakt: Dem Initiator Lothar Thiedmann und den vielen Sponsoren und Helfern, die dazu beitrugen, den Urwald beim Weiher zu lichten und einen wunderbaren Platz der Begegnung anzulegen.

Nach dem Sonntagsgottesdienst mit Vikar Manuel Hammer in der St. Ulrichs Kirche in Seibranz, zog die Festgesellschaft hinab, am Ulrichs-Brunnen vorbei und auch am erst vor zwei Jahren gründlich sanierten Weiher zum in den letzten Monaten entstandenen Wasserspielplatz, dessen Einweihung anstand.
Dort wurden die Festgäste von der Musikkapelle Seibranz musikalische empfangen, aber auch vor allem von Nutzern des Platzes: den Kindern.

„Manchmal braucht es 1000 Worte. Manchmal besucht man 1000 Orte. Manchmal redet man um den heißen Brei. Und manchmal braucht‘s der Worte nur drei: Vielen lieben Dank!“ Mit diesem kleinen Gedicht verwies die Ortsvorsteherin ihrer Dankesrede auf den Grund der Zusammenkunft: „Wir möchten Danke sagen.

Nicht nur mal g´schwind im Vorbeigehen, sondern so richtig bewusst.“

„Stellvertretend für die Kinder die gerne hierherkommen, für die Eltern, die sich hier gerne mal eine Auszeit nehmen, für die Senioren, die hier ihre Runde drehen, für die Jugend, die hier chillt, für die Biker die hier rasten, für die Vereine und Gemeinde die hier gerne festet, kurzum, stellvertretend für alle darf ich heute das Dankeswort an Sie, lieber Herr Thiedmann richten. Ihre Verbundenheit zu Seibranz zeigt sich heute für uns alle sichtbar, in der Bereitschaft unserem Ort, bzw. den Kindern eine Freude zu machen und ihnen einen Wasserspielplatz zu bauen.“

In ihrem kleinen Rückblick erinnerte sie daran, wie der Platz vor zwei Ausgesehen hatte: Zugewachsen und kaum einsehbar, ehe der Ortschaftsrat und viele weitere fleißige Hände auf den Plan getreten waren. „Schon damals war Ihr Antrieb Herr Thiedmann: die Kinder. Es war Ihnen wichtig, dass es im Weiher keine plötzlich auftretenden tiefen Stellen gibt. Seicht sollte es hineingehen, so dass maximal Schuhe und Hos´n der Kinder nass sind.

Bereits da haben Sie sich als Hauptinitiator und Sponsor gezeigt.“ Im Laufe der Arbeit daran – Weiher ausbaggern, Steine schleppen, Hecken schneiden und Wege anlegen – stellte man fest, dass noch weitere Gewerke erforderlich sind und damit kamen noch weitere Sponsoren ins Spiel: Neben Bagger und Kies von Familie Thiedmann, stellte die Firma Zollikofer kostenlos die Hackschitzel zur Verfügung. Schreinerarbeiten wurden von Klaus Keckeisen, Wolfgang und Felix Sauter erledigt, das Holz dafür kam vom Holzhandel Müller.

Und last but not least rückte am Schluss noch der Bauhof mit schwerem Gerät an, um die großen Wurzelstöcke zu entfernen.„So kam es, dass dieser Platz plötzlich frei und lichtdurchflutet dalag. Grad als sich der Ortschaftsrat überlegte, wie wir diesen Platz zukünftig nutzen und gestalten wollen, kam Herr Thiedmann mit einem Angebot auf uns zu.“

Er war bereit, für den Ort an dieser Stelle einen Wasserspielplatz für die Kinder zu finanzieren. Der Ortschaftsrat und das Stadtbauamt stimmten der eingereichten Planung zu und so nahm der Plan Gestalt an. Die Kindergartenkinder hatten Logenplätze und auch der Ort nahm regen Anteil am Wachsen des Spielplatzes.

Erst vor kurzem habe ihr die Landschaftsgärtnerin erzählt, was alles in dem Wasserspielplatz drin stecke: 4450 Pflastersteine und Flusskiesel, 70 m Leitungen, 10 Kubikmeter Hackschnitzel, 5 Kubikmeter Beton, 300 Arbeitsstunden, sowie eine Packung Kaktuseis und eine Packung Magnum Mandel.

Lothar Thiedmann habe den richtigen Riecher gehabt, denn schon lange vor der Eröffnung wurde der Platz fleißig bespielt. „Immer wieder hört man, dass es Jung und Alt Spaß macht hierher zu kommen. Also alles richtiggemacht!“ Und: „Solch schön angelegte und gepflegte Plätze sind nicht nur eine Aufwertung unseres Ortes, sondern der gesamten Großgemeinde.“ In deren Namen dankte Karl Heinz Buschle den Helfern und Sponsoren für die Umsetzung der Planungen.

Mit einem Lied bedankten sich die Kindergartenkinder und ihre erzieherinnen bei dem großzügigen Spender Lothar Thiedmann, ehe die Musikkapelle mit dem Kirchenlied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ zum eigentlichen Segnungsakt durch Vikar Manuel Hammer überleitete. Er erinnerte daran, dass der Spielplatz ja aus dem Ulrichs-Brunnen gespeist wird. Aus jener Quelle die der Sage nach vor 1000 Jahren an dem Ort entsprang, als Bischof Ulrich an dieser Stelle mit seinem Hirtenstab auf die Erde geklopft hatte. Also auch schon damals war dieser Ort eine Quelle der Erfrischung und der Ruhe.

Nach der Segnung durch den Vikar und dem Lied der Grundschüler übergab Lothar Thiedmann mit einigen symbolischen Pumphüben den Spielplatz seiner Bestimmung.

 

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

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halloRV

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