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Bad Wurzach - Am Montag war die erste Chorprobe des Liederkranzes Chorioso mit Kaan Kara als Dirigenten. Dieser trat damit die Nachfolge von Marianne Müller an und versprach, bei der Auswahl der Lieder neue Wege, hin zu mehr Rock- und Popmusik zu gehen.

Der 27jährige, der nebenbei noch die Chöre in Laupertshausen, Mittelbuch und Erlenmoos sowie seit Februar die Musikkapelle Vogt leitet, hat seine musikalischen Wurzeln in Wurzach. Er ist hier aufgewachsen und hat die Werkrealschule besucht. Dort wurde von Raimund Lang sein musikalisches Talent entdeckt und gefördert. Ein besonderer Coup ist ihm dann 2012 gelungen: „Ich habe die Aufnahmeprüfung zum Musikstudium in Sulzberg-Rosenberg (Oberpfalz) geschafft, ohne dass ich Noten lesen konnte,“ schmunzelt er noch heute darüber.

Das hat sich inzwischen geändert, nach drei Jahren Studium der klassischen Gitarre und Dirigat. Inzwischen beherrscht er 12 Instrumente. „Viele Musiker sind schlechte Mathematiker, aber viele Mathematiker sind gute Musiker,“ sagt der Mann, der es nicht so mit den Zahlen hat.

Im Anschluss daran war er musikalisch viel unterwegs, machte aber noch die Ausbildung zum Rettungssanitäter. „Aber ich wollte immer schon selbst den Ton angeben,“ sagt er, weswegen er hauptberuflich Dirigent sein will. „Ein Dirigent hat eine bestimmte Klangvorstellung, wie ein Chor oder ein Orchester klingen soll.“ Da will er dann das Beste aus einem Chor herausholen.

Nachdem Bettina Sgier ihn Anfang des Jahres kontaktiert hatte, ob er nicht die Nachfolge von Marianne Müller antreten wolle, hatte er, nachdem er lange überlegt hatte, im Februar in der St. Verena Kirche ein Probedirigat absolviert.

Er will das Repertoire „poppiger und peppiger“ gestalten, weg von klassischer Literatur, hin zu mehr Popsongs, Rock- aber auch Musicalmelodien. Aber auch der Erhalt sehr alten Liedgutes liegt ihm am Herzen.

Mit der Neuausrichtung hofft Chorioso mit seiner ebenfalls neugewählten Vorsitzenden Heidi Mayer, auch personell – nachdem Corona die Chöre ja stark gebeutelt hat – einen Neustart zu schaffen. Bereits im Sommer steht mit dem Kurkonzert im Musikpavillon beim Kurhaus ein erstes Projekt an, im Advent soll es wieder das traditionelle Adventskonzert geben.

Mit „Ab in den Süden“ und „Wunder geschehen“ hat Kaan Kara schon bei der erste Probe ein Zeichen der neuen Ausrichtung gesetzt. Wer also Lust darauf hat, statt in der Badewanne in einer Chorgemeinschaft Popsongs zu schmettern, kann sich gerne bei Heidi Mayer unter 0175 5223984 oder bei Bettina Sgier 0173 5797068 melden oder einfach mal bei einer Chorprobe immer Montags 19.30 Uhr im Musikraum der Realschule vorbeischauen.

 

Bericht und Bild Uli Gresser

 

 

 

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halloRV

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