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Bad Wurzach - In einem bis zur letzten Sekunde spannenden Derby gingen die Spieler der TSG Bad Wurzach letztlich knapp aber verdient als Sieger vom Platz.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag: Bereits beim ersten Angriff der TSG schockte der Gastgeber die Kisslegger: Johannes Reichle erzielte nach der ersten Ecke in Minute 2 per Kopf die 1: 0 Führung. Daraufhin gehörten die ersten zwanzig Minuten den Gastgebern die in dieser Zeit durchaus Chancen zum Ausbau der Führung hatten, während Kisslegg, das mit Ambitionen, den Abstand zu Tabellenplatz 10 zu verringern in die Partie gestartet war, sich kaum Chancen erarbeiten konnte.

In dann 30. Minute fiel dann – wie aus dem Nichts – nach einer weiteren vergebenen Großchance durch die TSG im Gegenzug der Ausgleich: Thomas Maas konnte eine Unaufmerksamkeit in der TSG Hintermannschaft eiskalt ausnutzen. Die TSG-Spieler wirkten durch den überraschenden Ausgleich, angknockt, so dass die Kisslegger in der Folge zu weiteren Torchancen kamen.
Mit viel Glück konnte die Mannschaft von Salvatore Peitas das Remis in die Pause retten.

Mit der Hereinnahme von Toptorjäger Nicolas Linge bekam der TSG-Angriff neuen Schwung. Die TSG trat ähnlich dominant auf wie bereits zu Beginn der ersten Halbzeit. Die logische Folge: Nach feinem Zuspiel von Nicolas Linge erzielte Matthias Müller in der 52. Minute das vielumjubelte 2:1. Die SG Kisslegg versuchte nun alles, den Ausgleich zu erzielen, wobei sie manchmal, wie in der 58. Minute auch über das Ziel hinausschoss: Der Bad Wurzacher Torhüter Raphael Sieber wurde bei einer Rettungsaktion verletzt, konnte aber zum Glück nach kurzer Behandlungspause weiterspielen.

Die TSG wurde in der Folge von der SG Kisslegg in der eigenen Hälfte eingeschnürt, konnte nur noch gelegentlich durch Befreiungsschläge in die Hälfte der SG Kisslegg vordringen. In der 70. Minute führte einer dieser weiten Schläge zu einer Freistoßchance, als Rechtaußen Pirmin Vincon knapp vor der Strafraumgrenze nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Weitere Möglichkeiten der TSG sich zu befreien wurden häufig durch unpräzise Zuspiele verhindert, so dass die Kisslegger den Druck weiterhin erhöhten.

In der Schlussphase kam dann durch mehrere umstrittene Entscheidungen des Schiedsrichters Hektik ins Spiel, was zu mehreren gelben Karten auf beiden Seiten führte. Während die TSG mit allen Mitteln versuchte, den Vorsprung über die Zeit zu retten, rannten die Kisslegger dem Rückstand hinterher, fanden an diesem Tag aber nicht mehr die spielerischen Mittel, das Wurzacher Abwehrbollwerk zu knacken.

Damit schaffte die TSG nach fünf sieglosen Partien endlich wieder einen Dreier, während die SG Kisslegg sich mit einer schwachen Leistung immer mehr von ihrem Minimalziel – Tabellenplatz 10 – entfernte.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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halloRV

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