DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Bad Wurzach-Ziegelbach - Die von Liegenschaftsamt gemeinsam mit der Ortsverwaltung organisierte Informationsveranstaltung zur Vergabe der ersten 14 Bauplätze des Baugebietes St. Leonhard im Dorfstadel stieß vor allem bei jungen Leuten auf großes Interesse.

Ortsvorsteher Alfons Reichle dankte in seiner Begrüßung der rund 50 Bauwilligen, deren Durchschnittsalter bei etwa 35 Jahren lag, im Dorfstadel der Volksbank Allgäu-Oberschwaben als Erschließungsträger, der Stadt, die jeweils etwa 50 Prozent der Bauplätze besitzen, sowie den früheren Grundstückseigentümer, die es gemeinsam ermöglicht hatten, dass nach 20 Jahren in Ziegelbach wieder ein Baugebiet erschlossen werden konnte.

Berthold Leupolz, Leiter des Liegenschaftsamtes, erläuterte den Interessierten, wie das Vergabeverfahren ablaufen wird und worauf die Interessenten, die auf ihrem Stuhl einen kompletten Satz der Unterlagen – inklusive des Planes, welche Bauplätzen zur Vergabe kommen – vorfanden, bei ihrer Bewerbung achten müssen.

„Die Nachfrage nach Bauplätzen wird größer, deswegen müssen die Vergabekriterien nach EU-Vorgaben weiter angewendet werden.“ Was die Verfahrensweise nicht einfach mache, so dass sie gerichtsfest sei. „Wir haben das gesamte Baugebiet mit seinen mindestens 26 Bauplätzen auf einmal erschlossen, um hier Kosten zu sparen.“ Im ersten Bauabschnitt werden nun 14 Plätze angeboten, für welche die Bewerbungsfrist am 29.10.2021 um 17.00 Uhr abläuft. Jeweils sieben Plätze der Stadt und der VBAO werden in diesem ersten Verfahren nach den vom Gemeinderat festgelegten Kriterien vergeben. Leupolz betonte, dass in dem Bewerbungsumschlag mit der Aufschrift Baugebiet St. Leonhard alle Nachweise für die Erfüllung der Kriterien enthalten sein müssen. Später eingehende Nachweise könnten nicht mehr berücksichtigt werden.

„Im gesamten Baugebiet gibt es drei Bautypen, zwei davon, Typ 1 und Typ 2 sind auf den jetzt zur Vergabe stehenden Bauplätzen möglich. Im Randbereich Häuser mit bis zu zwei Vollgeschossen plus Dach, im Mittelbereich bis zu drei Vollgeschossen plus Dach.“ Leupolz bat die Interessenten daher bei der Auswahl ihres Favoriten darauf zu achten: „Nicht dass sie ein Haus mit eineinhalb Stockwerken bauen wollen und der Nachbar baut nebenan ein dreistöckiges Gebäude hin.“ Er empfahl den Bewerbern auch, zusätzlich einen Alternativbauplatz anzugeben.

Er erläuterte auch den Zeitrahmen, der beim Bau eingehalten werden muss: Innerhalb von drei Jahren muss der Baubeginn erfolgen, nach zwei Jahren sollte das Haus einzugsfertig sein, das vom Bauherr danach für mindestens fünf Jahre selbst zu Wohnzwecken genutzt werden muss. Sollten bei dieser ersten vergaberunde nicht alle Bauplätze vergeben werden, kommen diese bei der nächsten Vergaberunde im Frühjahr 2022 zusammen mit den sechs Bauplätzen erneut zur Vergabe.

Bei der Fragerunde beantwortete Leupolz Fragen wie die, ob auf den Plätzen Doppelhaushälften möglich seien – Anwort: nein – oder ob es bereits eine Liste mit reservierte Plätze gebe. Dies sei eine klare Fehlinformation, die bereits zu zahlreichen Anrufen auf dem Liegenschaftsamt und der Ortsverwaltung geführt habe.

Ganz am Schluss nannte Leupolz dann auch die Preise für die Bauplätze. Für die Umsetzung des Bebauungsplanes mussten hohe Auflagen erfüllt werden, wie etwa die Verlegung des Baches. „Die zu entsprechenden Kosten mussten natürlich auf die Bauplatzpreise umgelegt werden.“ Diese seien zweigeteilt: Die innenliegenden Plätze liegen daher bei 185 Euro pro Quadratmeter (vollerschlossen) plus Notariatskosten und 5 Prozent Grunderwerbssteuer, während die Randplätze mit 195 Euro pro Quadratmeter plus Nebenkosten zu Buche schlagen werden.

Leupolz beendete die rund einstündige Veranstaltung mit den besten Erfolgswünschen für die Bauwilligen.

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

bild0300

 

bild0305

 

bild0311

 

--------------------------------------------------

halloRV

­