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Bad Wurzach - In vielen Wahllokalen zeichnete sich kurz vor 18.00 Uhr trotz einer Rekord-Briefwahlbeteiligung eine hohe Präsenzwahlbeteiligung vor Ort ab. Nach langen Auszählen stehen nun die Ergebnisse in allen Teilorten fest. Dietmanns war beteiligt an den Prognose-Erhebungen der ZDF Forschungsgruppe Wahlen.

 

Die Ortsvorsteherin von Dietmanns, Monika Ritscher war überrascht: Obwohl bereits mehr als 300 Personen (von 692 Wahlberechtigten!) ihre beiden Stimmen vorab per Briefwahl abgegeben hatten, war der Strom derer den ganzen Tag über gleichmäßig konstant, die ihre Stimme vor Ort abgaben. Ein Grund dürften wohl Elke Schwab und Roland Metzen der Forschungsgruppe Wahlen des ZDF gewesen sein, die während der gesamten Öffnungszeit des Wahllokals in der Friedrich Schiedel Halle vor Ort waren. Jeder der gerade seine Stimme abgegeben hatte wurde von ihnen freundlich gefragt, ob sie an der Umfrage teilnehmen möchten.

Auf dem (natürlich anonymen) Fragebogen wurde nicht nur die Wahlentscheidung abgefragt, sondern auch weitere Parameter wie Geschlecht, Alter, Beruf oder für welche Partei sie sich bei der letzten Wahl entschieden hatten, war für die Forschungsgruppe interessant. Die Ergebnisse wurden mehrfach am Tag ausgewertet und telefonisch an die Zentrale in Mannheim weitergegeben.

Aus den Ergebnissen der ausgewählten Wahllokale entstehen dann zunächst die Prognosen und später die erste Hochrechnung, die das ZDF präsentiert. Elke Schwab bezeichnete die Beteiligung in Dietmanns als sehr hoch.

Eine ähnlich hohe Wahlbeteiligung prognostizierte auch Stadtkämmerer Stefan Kunz, der in Turn- und Festhalle den Wahlbezirk Bad Wurzach-Ost leitete, für seinen Bereich kurz vor 18:00 Uhr. Tatsächlich lag die Wahlbeteiligung im gesamten Gemeindegebiet bei 78,15 % (inklusive Briefwähler). Von den 10.565 Wahlberechtigten hatten 8257 von ihrem Stimmrecht gebraucht gemacht.

Ein vorläufiges erstes Endergebnis für Bad Wurzach konnte Wahlleiterin Elke Osterkamp bereits um 20.26 Uhr online präsentieren. Bei den Erststimmen des Direktkandidaten hat in Bad Wurzach weiterhin CDU-Mann Josef Rief mit 37,97% (3113 Stimmen) die Nase vorn. Martin Gerster (SPD) erhielt 15,44% (1266), Anja Reinalter holte für die Grünen 12,93%, Florian Hirt für die FDP 11,17% und AfD Kandidatin Rebecca Weißbrodt 10,05%.

Bei den Zweitstimmen liegt die CDU mit 32,15% ebenfalls vorne, die SPD liegt hier mit 16,51% auf Platz zwei, dicht gefolgt von der FDP mit 15,29%, die Grünen sind mit 12,67% die viertstärkste Kraft vor der AfD mit 10,53%.

In der Gewinn und Verlustrechnung verlor Josef Rief 10,87%, am meisten profitierten und Florian Hirt mit 3,78%, Martin Gerster mit 2,08%während die Grünen-Kandidatin mit 0,48 % nur minimal davon profitierte, während die AfD- Kandidatin sogar Stimmenverluste hinnehmen musste.

Bei den Zweitstimmen war der Verlust für die CDU mit 12,14% noch höher, die SPD profitierte mit plus 5,02% am meisten, vor der FDP mit 4,30%. Auch hier konnte die Partei die Grünen nur um 1,17% zulegen.

Bundesweit liegt nach der Hochrechnung des ZDF von 21:15 Uhr die SPD mit 26,0% knapp vor der CDU mit 24,5%, die Grünen sind mit 13,9% dritte Kraft, die wiedererstarkte FDP bei 11,7 %.

Von den 3836 abgegebenen Briefwahlstimmzetteln, die zentral im Kursaal ausgewertet wurden, waren 3815 gültig. Auf Josef Rief entfielen 1446 Stimmen (37,90%), Martin Gerster erhielt 617 (16,17%) , Anja Reinalter 568 (14,89%), Florian Hirt 388 (10,17%).

 

Vorläufiges Ergebnis der Wahlen in Bad Wurzach

 

Bericht und Bild Uli Gresser

 

 

 

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halloRV

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