DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Bad Wurzach - Es war ein sehr feierlicher Investiturgottesdienst, mit dem Silke Kuczera durch den Schuldekan des Bezirkes Frank Eberhardt an ihrer neuen Wirkungsstätte in Bad Wurzach eingesetzt wurde. Knapp 10 Monate war die Pfarrstelle in Bad Wurzach nach dem Weggang von Barbara Vollmer unbesetzt gewesen.

Der Dekan dankte allen, die in der Gemeinde bereit waren, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, um die Vakanz zu füllen.

Für Silke Kuczera, die zuletzt drei Jahre die Versöhnungskirche in Heidenheim geleitet hatte, war es eine Art Heimkommen. In Biberach aufgewachsen, ist ihr Bad Wurzach nicht unbekannt. Bei ihrer Vorstellung sagte sie, wie in Biberach gebe es auch in Bad Wurzach nur zwei Jahreszeiten: vor und nach dem Schützenfest und vor und nach dem Heilig-Blut-Fest. In Biberach leben ihre Eltern, Großeltern und ihre ältere Schwester, die jüngere Schwester lebt in Aitrach.

Nach dem Abitur machte Silke Kuczera, die danach in Heidelberg und Tübingen Theologie studiert hat, ein Freiwilliges soziales Jahr in einer Ulmer Kirchengemeinde. Während ihres Studiums, bei dem sie in Tübingen ihren Mann Michael kennengelernt hatte, ging sie für ein Semester nach Wien. 2010 war sie für ein Gemeindepraktikum in Santiago de Chile. Von 2014 bis 2016 war sie Vikarin in der Christuskirche in Ulm-Söflingen. Nach ihrem Probedienst wurde sie 2018 Pfarrerin in Heidenheim.

Sylvia Greiner, die Vorsitzende des dortigen Kirchengemeinderates, erklärte nach Verpflichtung und Einsetzung durch den Schuldekan als eine der Zeugen deutlich, wen die evangelische Pfarrgemeinde in Bad Wurzach als Seelsorgerin bekommt: „Sie ist eine sehr gute Zuhörerin, verständig und einfühlsam. Sie können sich auf eine freundliche und sympathische Pfarrerin freuen, die wir nur ungern gehen lassen.“

Silke Kuczera sagte in ihrer ersten Predigt: „Der Glaube ist ein Geschenk.“ Auch sie habe schon Zweifel gehabt, aber in einer kontemplativen Auszeit Christus gesucht und gefunden. „Gott ist immer da, nur der Empfang ist manchmal gestört.“

Für ihre Arbeit in Bad Wurzach wünscht sich die Pfarrerin, dass wir mit dem Herzen hören und uns erzählen, was wir hören. „Ich freue mich auf viele Begegnungen mit ihnen und möchte mit offenen Armen und hörendem Herz meinen Dienst in Bad Wurzach Ausüben.“

Auf offene Arme wird sie bei den drei anderen christlichen Gemeinden stoßen, das wurde aus den Grußworten von Stadtpfarrer Stefan Maier, der für die Seelsorgeeinheit und die Salvatorianer sprach. aber auch Lothar Dopfer, vorsitzender der Freien Christengemeinde und Rainer Reschetzki, Vorsteher der Neuapostolischen Gemeinde.

Für alle stehe das Uns und Wir gemeinsam im Vordergrund. „Wir ziehen an einem Strang, “ sagte Dopfer, während Reschetzki sagte: „Begegnung bringt Bewegung“. Stefan Maier zitierte aus einem Liedtext von Clemens Bittlinger, ebenfalls evangelischer Pfarrer (und Musiker), der vor wenigen Tagen im Kurhaus konzertierte, darüber, was die Kirche ausmacht.

Klaus Amann, Schulleiter des Salvatorkollegs, hieß sie in seinem Schulkollegium willkommen, „denn es ist eine schöne Tradition, dass der evangelische Pfarrer auch an der katholischen Schule unterrichtet.“ Er sieht darin auch ein Zeichen, dass alle Christen zusammenstehen.

Bürgermeisterin Alexandra Scherer konnte die Worte von Sylvia Greiner nur unterstreichen. „Bei unserer ersten Begegnung ist mir ihr Lachen, ihre Freundlichkeit und ihr Strahlen aufgefallen. Auch für uns ist es ein Glücksfall dass die Stelle mit ihnen wieder so gut besetzt wird.“

Der evangelische Pfarrer aus Bad Waldsee, Wolfgang Bertl, überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Nachbargemeinden. „Die Menschen hier sind neugierig und interessiert, ein Pfund mit dem man wuchern kann. Miteinander haben wir wieder Lust die Ärmel hochzukrempeln.“

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

--------------------------------------------------

halloRV

­