Bad Wurzach - Chancenlos gegen Olympia Mörfelden waren die TSG-Kegler am Samstagnachmittag bei ihrem ersten Pokalauftritt seit 15 Jahren, und das, obwohl bei Mörfelden der beste Spieler berufsbedingt gar nicht antreten konnte.
Aus den Erfahrungen von damals hatte der Teamkapitän Holger Liebold von Mörfelden die richtigen Lehren gezogen und die Spitzenleute in die Starterpaare beordert. Denn damals hatten die TSG-Kegler 2:0 geführt. Das Kalkül der Mörfeldener ist aufgegangen. Arnold Zapf und Thomas Salzig blieben für die TSG weit unter ihrem üblichen Niveau und gaben den Mittelpaaren schon einen großen Rückstand mit.
Einzig Maximilian Model musste mit dem Tagesbestergebnis von 598 Holz auf seiten der Heimmannschaft sich nichts vorwerfen. Rolf Hlawatschek, ansonsten ein sicher 600 Holzspieler blieb wie seine Mannschaftskameraden unter seinem Niveau. Damit war auch für das Schlusspaar Jan Giray und Frank Gano die Ausgangslage praktisch aussichtslos. Für Letzteren kam es dann auch noch knüppeldick, als sein Gegenspieler mal locker 7 Neuner in Serie schob. Den zweiten Punkt für die TSG holte sich Jan Giray.
„Wir haben haushoch verloren. Nach Punkten 2:6, und nach Holz 3438:3667. Damit haben die Gäste einen neuen Bahnrekord aufgestellt. Und mit 3438 Holz haben wir so schlecht gespielt wie lange nicht mehr. Kein Spieler hat über 600 Holz gespielt. Das war schon lange nicht mehr der Fall,“ ärgert sich Arnold Zapf, für den das Spiel am Samstag selbst mit neun Fehlschüben zum sportlichen Desaster wurde, selbstkritisch. Gegen den Hessenligist mit Aufstiegsambitionen gegen Mörfelden zu verlieren, sei an sich keine Schande, aber die Art und Weise ist schon deprimierend. Aber eine halbe Stunde nach Spielende war der Ärger über die schwache Leistung beim gemütlichen Teil des Nachmittags rasch verflogen. Denn die Mörfeldener seien eine sympathische junge Truppe.
Ob der Mörfeldener Teamkapitän Holger Liebold mit Sportpsychologie vertraut ist: Dieser hatte bei der Begrüßung nämlich mächtig tiefgestapelt, als er behauptete, nach dem Studium der Mannschaftsergebnisse der TSG-Kegler „begegnen wir uns auf Augenhöhe.“
Damit ist für die TSG das Abenteuer Deutscher Pokal auch schon wieder vorbei, während die beiden anderen Vertreter aus dem Ländle Mettingen und Hattenburg weitergekommen sind.
Die TSG-Fans hoffen auf eine Trotzreaktion bei der am Wochenende startenden Verbandsligarunde, wo die Mannschaft mit zwei schweren Auswärtsspielen gleich richtig „in die Schuhe gestellt wird“.
Bericht und Bilder Uli Gresser

