Bad Wurzach - Die Event Agentur Rocking High aus Burgau bei Günzburg veranstaltete am Wochenende auf dem Klosterplatz in Bad Wurzach ein dreitägiges Street-Food-Festival. An 14 Ständen konnten die Besucher neben frischen Burgern auch viele internationale Spezialitäten genießen.
Rocking High ist Veranstalter von Events aller Art: „Das erste Street-Food-Festival veranstaltete die Agentur 2017 als eine Art Versuchsballon in Günzburg, “ erinnert sich die Geschäftsführerin von Rocking High, Stefanie Keller. Weil das sehr gut angenommen wurde, baute sie das Angebot immer weiter aus.
Dass Bad Wurzach mit auf den Tour-Plan kam verdankte es zum einen dem Umstand, dass es als „Nischenstadt“ sehr gut in den Tourplan passt und zum anderen mit dem Klosterplatz eine perfekte Location zu bieten hat. Nach dem oberfränkischen Kulmbach vor Wochenfrist geht die Reise der „Tour“ von Bad Wurzach danach in den Großraum Stuttgart. Großen Wert legen die Festivalorganisatoren und Standbetreiber darauf, dass es sich um echte und frisch vor Ort zubereitete Speisen handelt.
Auf dem Klosterplatz konnten die Besucher z.B. bei Büffelbill, schmackhafte Steaks, Büffelburger oder Büffelmozzarella verkosten, danach leckere Süßspeisen wie spanische Churros oder elsässischer Flammkuchen als Nachspeise nehmen. Zum Schluss hatten sie die Möglichkeit, im Sinne einer guten Bekömmlichkeit das Festmahl mit diversen Cocktails ausklingen zu lassen.
Bereits beim Eingang bildeten sich lange Schlangen, am Samstagabend zog sich diese vom Eiscafe bis über die Luxeuil-Brücke. Aber auch vor manchem Stand bildeten sich solche Lindwürmer, was natürlich die Standinhaber freute.
Am exotischten war sicher der Stand mit den leckeren Donut-Bällchen, der dem Motto der „Schummeltage“ mit seinen süßen Verführungen am nächsten kam: Carolina Alfonzo „zu 100% Argentinierin“ hat das Rezept von ihrer Großmutter aus ihrer südamerikanischen Heimat mitgebracht. „Bei ihr gab es an jedem Wochenende diese bunuelos, die sie unermüdlich gemacht hat.“ Ihr Freund der auf den sehr deutschen Namen Peter Karsten Moser hört, stammt aus Mexiko, hatte aber einen deutschen Großvater.
Die beiden leben seit einigen Jahren in der Nähe von Augsburg und beteiligen sich mit ihrem „Schätzchen“ an solchen kulinarischen Events wie den Schummeltagen auf Street-Food-Festivals.
Sie empfinden die Größe des Festivals in Bad Wurzach als ganz angenehm, bleibt ihnen hier doch auch einmal ab und zu die Zeit, um ein wenig durch zu schnaufen.
Was ein wenig auch daran lag, dass die oberschwäbischen Allgäuer ihnen unbekannte Speisen mit einer gewissen Reserviertheit begegnen. „Jetzt weiß ich endlich auch, was „pulled pork“ bedeutet,“ sagte Erhard Hofrichter und sah in dem Festival auch einen gewissen Lerneffekt. Er lobte die Qualität des kulinarischen Angebotes – so wie viele andere Festival-Besucher auch. Die jüngeren Besucher freuten sich vor allem darüber, „dass endlich mal wieder auf dem Klosterplatz etwas los ist.“
Ob jung ob alt oder Familien mit Kindern, für alle bot das erste Street-Food-Festival etwas, aber das wichtigste war für die Meisten, sich mal wieder mit Bekannten und Freunden in einer angenehmen en Atmosphäre zu treffen.
Bericht und Bilder Ulrich Gresser

