Bad Wurzach - Outdoor Anlagen und Treffmöglichkeiten, etwa ein Mountainbikeparcours bzw. ein Jugendhaus stehen im Vordergrund der jugendlichen Wünsche und Interessen. Ein weiterer Fokus lag auf den Beteiligungsmöglichkeiten der Jugendlichen. Für das weitere Vorgehen plädiert die Lenkungsgruppe für die Bildung eines Aktivenrates
Frank Högerle erläuterte die Ergebnisse des zweiteiligen Jugendhearings.
Auf der Onlineplattform konnten die Jugendlichen im ersten Teil Ideen einreichen, über die dann im zweiten Teil abgestimmt wurde, um so konkrete Ansatzpunkte für die weitere Jugendarbeit zu erhalten.
91 Teilnehmer/innen entwickelten 186 Ideen, von denen 128 zur Abstimmung standen. Insgesamt wurden bei der Abstimmung 1677 Stimmen abgegeben.
Die meisten Ideen kamen zum Thema Outdoor Anlagen und Treffmöglichkeiten, etwa ein Mountainbikeparcours bzw. ein Jugendhaus. Ein weiterer Fokus lag auf den Beteiligungsmöglichkeiten der Jugendlichen.
Bei der Abstimmung in Phase zwei kristallisierten sich das Thema Treffmöglichkeiten /Jugendhaus als sehr relevant heraus, das Thema Beteiligungsmöglichkeiten erhielt dabei ebenfalls sehr viele Stimmen, ebenso der Themenkreis Bäder.
Für das weitere Vorgehen plädiert die Lenkungsgruppe für die Bildung eines Aktivenrates Anfang September zur Bildung von Arbeitsgruppen, die nach Arbeitstreffen in den folgenden Monaten im November Berichterstatten werden, ehe im Januar 2022 dem Gemeinderat ein Zwischenbericht vorgelegt werden soll.
Armin Willburger sieht eine Möglichkeit, für schnelle Maßnahmen etwa bei Outdooraktivitäten in der Instandsetzung des Trimm-Dich-Pfades, womit auch eine Fitnessmöglichkeit für alle geschaffen werde. Treffpunktmöglichkeiten sieht er in Bau- bzw. Wohnwagen. Högerle verwies darauf, dass dafür Infrastrukturmaßnahmen (Wasser, Abwasser) erforderlich seien.
Klaus Schütt kritisierte, dass der Jugendbeauftragte Markus Brandstetter sich in die Online-Diskussion mit dem Hinweis zum Freibad eingemischt hat. Er vertrat die Auffassung, dass sich hier die Stadt aus dem Austausch und Ideenfindungsprozess hätte heraushalten sollen.
Für Bürgermeisterin Scherer ist Treffmöglichkeit ein übergeordneter Begriff, der nicht nur aufs Jugendhaus bezogen sein solle.
Bernhard Schad könnte sich beim Skaterplatz ein einfach zu realisierendes Zentrum geschaffen werden.
Brandstetter sieht bei der Skatergruppe ein großes Potential, die sehr aktiv ist auch den Platz zum demnächst anstehenden Jubiläum gerne instandsetzen wollen. Ein Unterstand stehe schon lange auf ihrer Wunschliste.
Dafür seine aber einige baurechtliche Aspekte zu beachten, gab die Bürgermeisterin zu bedenken.
Zum Thema Beteiligungsmöglichkeiten etwa über einen Aktivenrat, meinte Thorsten Rast: „Die Jugendlichen sollen verstehen wie Demokratie funktioniert.“
Die Haidgauer Ortsvorsteherin Ernestina Frick wollte wissen, ob und wieviel Prozent Projekte auch in den Teilorten realisiert sehen wollen. Laut Högerle wurden dahingehend keine besonderen Wünsche geäußert.
Franz-Josef Maier fragte, ob es derzeit einen konkreten Raum für die Jugendarbeit gebe. Högerle verwies auf den Popcornclub in der Werkrealschule, einen offenen Treff gebe es aber derzeit nicht.
Gisela Brodd dankte dem Jugendbeauftragten für seine gute Arbeit, während Scherer die Arbeit der Lenkungsgruppe und die von Werwolf-Media geschaffene Plattform lobte. „Die Stadt steht hinter den Jugendlichen, wir wollen nun konkret wissen was sie wollen.“
Die Abstimmung über das weitere Vorgehen erfolgte einstimmig.
Bericht von Uli Gresser

