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Bad Wurzach - Schulleiterin Julia Kiebler und Karrierebegleiterin Hildegard Mühler freuten sich gemeinsam mit H&M Geschäftsführer Johannes Häfele über die an diesem Dienstagmorgen vollzogene Bildungspartnerschaft und auf die daraus entstehenden Synergien.

Für die Schüler sind diese Bildungspartnerschaften – übrigens bereits die 20. welche die Werkrealschule mit einem Betrieb in der Region schließt – sehr wichtig, wenn sie gemeinsam mit ihren Eltern in den letzten Klassen erste Überlegungen zu ihrem Berufsleben anstellen. Bei Praktikas in den Betrieben erhalten die Schüler Einblicke in die betrieblichen Abläufe, können verschiedene Berufszweige kennenlernen und so auch realistische Berufswünsche entwickeln.

Warum nicht Maurer werden und dem Fachkräftemangel entgegentreten? „Der Beruf des Maurers ist anspruchsvoll und vielseitig,“ tritt Johannes Häfele den vielen Vorurteilen, die diesem Berufsbild entgegenstehen, entschieden entgegen. „ Sicher ist er manchmal auch körperlich anstrengend, aber heutzutage gibt es viele Hilfsmittel, welche die Arbeit erleichtern.“ Viele Schüler, die ein Praktikum auf dem Bau machten, waren am Ende begeistert, weil sie sich sofort einbringen konnten und am Ende des Tages etwas Vorzeigbares geleistet hätten.

Mit ähnlichen Vorurteilen hatten auch die Werkrealschulen bis vor wenigen Jahren zu kämpfen und einige seien auch im Kampf gegen Gesamtschulen wegen mangelnder Schülerzahlen untergegangen, sagt Julia Kiebler, Rektorin der WRS in Bad Wurzach. Nicht so die Schule in Bad Wurzach, die nicht zuletzt dank der Bildungspartnerschaften seit Jahren steigende Fünftklässlerzahlen vermelden kann.

Für Hildegard Mühler sind die Bildungspartnerschaften mit ihren Berufspaktikas wichtige Bausteine für die Entscheidung, welche Ausbildung ein Schüler macht.
Einer der Synergieeffekte von dem beide Seiten profitieren: Bildungspartner wie H&M können jederzeit am Partnerbrett für Stellenanzeigen Stellenangebote für Ausbildungsplätze vorstellen.

Im Gegenzug bietet der Betrieb Schülerinnen zweiwöchige Betriebspraktikas, auf die Schülerinnen mit einem Vorstellungsflyer, in dem sich die Bildungspartner und die angebotenen Ausbildungsberufe vorstellen. Während des Schuljahres besucht ein Experte des Bildungspartners wie H&M die Klassenstufe und stellt Berufsbilder aus dem Unternehmen vor.

Für Julia Kiebler ist auch ganz wichtig, die Eltern vom Berufswunsch der Kinder zu überzeugen: „Denn die haben erwiesenermaßen den größten Einfluss auf die Berufswahl ihrer Sprösslinge.“

 

Bericht und Bild Ulrich Gresser

 

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halloRV

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