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Bad Wurzach - Seit einigen Tagen ist für die Leiterin der Bad Wurzacher Jugendmusikschule, Petra Springer und ihr Lehrerteam ein Traum in Erfüllung gegangen: Endlich ist die JMS nicht mehr auf zahlreiche Gebäude in der Stadt verteilt, sondern ist im Obergeschoss des Schlosses nun mitten in der Stadt angesiedelt.

Petra Springer, Dezernent Frank Högerle und Martin Tapper (selbst Musiker) haben beim Ortstermin allen Grund zum Strahlen: Über den Dächern der Stadt sind – mit bester Aussicht auf dieselben – nun alle Instrumental-Lehrer unter einem Dach vereint. Mit einer Ausnahme: Die Schlagzeuger werden aus logistischen und akustischen Gründen weiterhin im Probenraum der Stadtkapelle unterrichtet.

Über 343qm breitet sich nun das neue Reich der JMS-Leiterin aus, die zu den Räumen von ihren Lehrern bisher nur positive Rückmeldungen erhalten hat. In sechs kleineren, einem mittelgroßen und einem großen Raum, der auch fürs Vorspielen kleinerer Ensemble geeignet ist, erhalten zukünftig die Schüler Unterricht mit Blasinstrumenten, Streich- , Zupf und Saitenerinstrumenten sowie auch an Tasteninstrumenten.

Bei diesen hat die Schule zwei Neuzugänge bekommen. Zum einen ein gebrauchtes Klavier von einer Frau aus Unterschwarzach, deren Kinder aus dem Haus sind und der das Instrument zum Herumstehen einfach zu schade war und das einer musikalischen Überprüfung standhielt. Und zum anderen ein funkelnagelneues hochglänzendes Klavier, das die Firma BauGrund Süd der Schule gestiftet hat.

Seit dem vergangenen Herbst waren die Handwerker in den Räumen zugange, in der letzten Woche vor den Ferien fanden die ersten Probestunden statt. Auch für die Dozenten war es ein tolles Gefühl, gemeinsam unter einem Dach zu unterrichten, auch einmal den anderen zuzuhören.

Zwar bescheinigte Petra Springer ihren Lehrern schon zuvor eine hohe Identifikation mit der Stadt und der Schule, aber sie ist überzeugt, dass diese nun noch weiter steigen wird. Und die Lehrer, die bisher ein Nomadendasein führen mussten und sich dabei sehr selten persönlich trafen, haben nun Gelegenheit sich auch besser kennen zu lernen. Auch die Akustik der Räume erfüllt die Ansprüche der Profimusiker, erfuhr Petra Springer aus den Rückmeldungen des Lehrpersonals.

Dezernent Frank Högerle hatte noch einen weiteren Grund zu strahlen: Die Räume sind nun barrierefrei und damit auch für Menschen mit Einschränkungen per Aufzug problemlos erreichbar. Direkt hinter der Eingangstür befindet sich der Warteraum für Eltern und Schüler, die sich dort unterhalten und untereinander kennenlernen können. Auch das gab es bisher in dieser Form noch nicht.

Nach den Pfingstferien soll es mit dem Präsenzunterricht wieder losgehen. Petra Springer hofft, dass dann alle Schüler wieder zurückkommen werden. Der erfolgte Probelauf jedenfalls stimmt sie hoffnungsvoll, da alle Schülerinnen wieder mit an Board waren. Zum Schuljahresbeginn sind auch wieder Neuanmeldungen möglich, sagt Springer, die ihr Büro einen Steinwurf entfernt im Rathaus hat. Neben einer eigenen Homepage www.jugendmusikschule-bad-wurzach.de ist Auf Youtube gibt es für Interessierte einen virtuellen Rundgang durch die verschiedenen Räume.

Eine Broschüre ist in Arbeit, die eigentlich schon im letzten Herbst hätte fertig sein sollen. Ebenfalls wegen Corona musste Springer und ihr Team einen geplanten Tag der offenen Tür vorerst auf Eis legen. Sie hoffen, dass sich die Lage bis zum Herbst soweit beruhigt hat, dass etwas in der Art dann möglich sein wird. Bis dahin freut sich das ganze Team der JMS darauf, die jungen Musikerinnen, in ihrem neuen Domizil willkommen heißen zu dürfen.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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halloRV

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