Haidgau - Hallenöffnung für Vereine in zweiter Hälfte der Sommerferien möglich +++ Anfrage wegen Sitzungsprotokollveröffentlichung +++ Warnblinklicht bei Fußgängerüberweg und Abbiegespur bei Maiers/Hutters haben für OR Priorität +++ Verabschiedung Pfarrer Notz nur im Rahmen des Gottesdienstes möglich +++ Anfragen wegen „Campingplatz“ bei Kimpfler und Ärger über mangelhafte Kommunikation bei B30 Ausbau/ L300 Anschlussstelle
Top 1: Begrüßung und Bekanntgaben
Ortsvorsteherin Ernestina Frick gab bekannt, dass sie sich sehr über die Initiative des SG Vorstandes zum Bau des Boule-Platzes freue, der am vergangenen Wochenende umgesetzt wurde. Er passe sehr gut zur lebendigen Ortsmitte.„Ich finde es toll, dass sie soviel Initiative zeigen.“ Die Gemeinde habe das Grundstück Gerne zur Verfügung gestellt. Der Platz sei öffentlich und für jedermann bespielbar, auch Die Schule werde ihn nutzen. Am 28. Mai sei der Tag der guten Nachbarschaft, den Susanne Baur von den Lebensräumen organisiert. Mit der Initiative für gute Nachbarschaft soll alten Menschen geholfen werden, länger in ihren eigenen vier Wänden leben zu können und ihnen das Leben zu erleichtern. In Bad Wurzach wurde vor kurzem eine Stadtputzete durch geführt. Wer eine ähnliche Aktion im Dorf plane, könne sich gerne an die Ortsvorsteherin wenden. Zum Thema Hallenöffnung während der Ferienzeit vermeldete sie: Während der ersten drei Wochen der großen Ferien werde die Halle für Instandsetzungsarbeiten gesperrt, danach könnte die Halle mit Toilette und Umkleiden genutzt werden, wenn die Vereine sie selbst reinigen. Die Duschräume seien wegen der aufwendigen Reinigung jedoch gesperrt.
Top 2: Anfragen der Bürger
Franz Fugunt hatte zwei Anliegen:
Er bat um Aufklärung, was für Verkabelungsarbeiten an der Ehrensberger Straße gerade im Gange seien. Die Ortsvorsteherin musste ihn enttäuschen: Es handele sich nicht um so ersehnten Glasfaserkabel, sondern bei den verlegten Kabel handele es sich um Stromkabel. Toll fände es Fugunt, wenn die Protokolle der Ortschaftsratsitzungen veröffentlicht werden könnten. Auch hier musste Frick ihn enttäuschen. Ein Bericht darüber sei zwar möglich, die Protokolle selbst aber dürften nicht veröffentlicht werden, habe ihr die Verwaltung auf Anfrage beschieden.
Top 3: Verlesen und Genehmigung der Protokolle der Sitzungen vom 10.03. und 14.04.2021
Ortschaftsrat Wolfgang Reich verlas die Protokolle. Nachdem das Protokoll vom 10.03. einen Fehler enthielt und deswegen bei der letzten Sitzung nicht genehmigt werden konnte, wurde das korrigierte Protokoll nun gemeinsam mit dem der Sitzung vom 14.04.2021 verlesen und genehmigt.
Top 4: Anmeldungen zur Verkehrsschau
Ernestina Frick gab bekannt, dass sie kurzfristig mitbekommen habe, dass demnächst eine Verkehrsschau stattfinden werde. Sämtliche Ortschaftsräte sprachen sich dafür aus, beim Zebrastreifen an der Dorfstraße ein Warnblinklicht für die Autofahrer anzubringen, auch wenn die Ortsvorsteherin diesem Wunsch wenig Chancen einräumte. Jakob Schraag führte das Zusammentreffen dreier Straßen ins Feld, das insbesondere für Kinder wegen der Ablenkungsgefahr problematisch sei. Robert Dimmler argumentierte, so ein Blinklicht erhöhe die Sicherheit, das Problem sei der fließende Verkehr. Wolfgang Reich ging mit ihm dacors, das Licht würde die Aufmerksamkeit der Autofahrer für den Gefahrenpunkt erhöhen. Die Ortsvorsteherin sagte dazu: „Ich habe beim Landratsamt nachgefragt, da wurde mir gesagt, das würde nur wenig Erfolgsaussichten haben.“ Hubert Bohner fragte, ob da nicht Eigeninitiative möglich sei, was Frick verneinte, weil mehrere Stellen beim Landratsamt involviert seien. „Ich werde den Antrag stellen, weil der Ortschaftsrat mit großer Mehrheit dafür ist. Ich kann aber nicht versprechen, dass er bei der Verkehrsschau auch auf der Tagesordnung ist.“ Als zweiten Punkt wollte die Ortsvorsteherin eine Sicherungsmaßnahme für den Straßengraben kurz nach der Einmündung der Straße von der Grabener Höhe in Wengen beantragen, weil es dort zu Unfällen mit Personenschaden gekommen war. Lothar Merkel merkte dazu an, die Leitplanke sei bisher ja eh auf der falschen Seite. Er fragte auch, ob die Gemeinde bzw. der Ortschaftsrat Einfluss darauf nehmen könne, was dann gemacht werde, was die Ortsvorsteherin nicht versprechen konnte, das müsse sie den Fachleuten überlassen. Hubert Bohner argumentierte, eine Abbiegespur nach Maiers, Hutters Wangenbäuerle sei wichtiger, denn dort auf der L 314 habe es schon viele – auch tödliche – Unfälle gegeben. Wolfgang Reich stimmte ihm zu. Mit 4: 3 Stimmen erhielt die Abbiegespur Priorität vor der Sicherungsmaßnahme Graben.
Top 5: Kenntnisgabe des Baugesuchs „Neubau einer landwirtschaftlichen Bergehalle“, Flurstück Nr. 159/1
Nachdem sich Ortschaftsrat Jakob Schraag für befangen erklärt hatte, erklärte die Ortsvorsteherin, das Bauvorhaben sei baurechtlich genehmigungsfähig. Nachdem sie die Pläne jedem Ortschaftsrat zur Kenntnisnahme gezeigt hatte, hatte sie die Informationspflicht erfüllt.
Top 6: Kenntnisgabeverfahren „Abbruch des Wohnteils des best. Wohn- und
Ökonomiegebäudes“, Flurstück Nr. 128
Ebenso verfuhr die Ortsvorsteherin bei diesem Antrag.
Top 7: Verabschiedung Pfarrer Notz
Die Verabschiedung von Pfarrer Notz sei coronabedingt nur im Rahmen der kirchlichen Feier am 30.05. möglich, sagte sie. Ideen für ein Geschenk seien willkommen.
Top 8: Belange aus der Mitte des Ortschaftsrates
Ernestina Frick erklärte zu Beginn den Unterschied zwischen diesem und dem Punkt Verschiedenes. Unter Verschiedenes durfte der Rat keine Entscheidungen Fällen, während über Anträge unter diesem Punkt abgestimmt werden könne.
Robert Dimmler fragte an, was es mit dem „Campingplatz“ bei Kimpfler auf sich habe. Bei dem Camp handele es sich um eine Familienclan bestehend aus etwa 30-35 Leuten in einer Notlage, sagte Frick dazu. Die Behörden seien informiert. Die Familie habe zunächst vier Wochen bei Mengen gelebt und danach drei Wochen in Ravensburg, ohne jede Beanstandung. „Es ist ein Akt der Menschlichkeit, es hat nichts dagegen gesprochen.“ Die Familie gehe ihrem Beruf als Maler nach. Da es sich um ein Privatgrundstück handelt, liege die Verantwortung beim Eigentümer. Mehr Sorgen mache ihr das Umfeld: Bereits nach einem Tag habe es von dieser Seite Probleme gegeben, in den sozialen Medien habe es dazu Wirbel gegeben. Eine Frau habe ihr erzählt, dass sie zu ihnen hingegangen sei und ihnen gesagt habe, dass sie sich freue, dass die Leute da seien. „Mir ist wichtig, dass alle gut miteinander umgehen,“ sagte Ernestina Frick zum Abschluss dieses Themas.
Robert Dimmler, Lothar Merkel und Reinhold Joos fanden es nicht besonders amüsant, aus der Zeitung von den neuen Plänen zum Neubau der B30 Umfahrung und den Anschlüssen via L300 zu erfahren.
„Mit kommt es vor, dass wir als Ortschaftsrat und die Ortsvorsteherin beim Informationsfluss nicht mitgenommen werden, “ argumentierte Lothar Merkel. Und Reinhold Joos hofft, dass zukünftig keine 40 Tonner durch Haidgau donnern werden. Ernestina Frick sagte, sie habe seit 2017 viele Eingaben für eine Überplanung gemacht. „Ich hoffe sehr, dass diese nicht im Sande verlaufen.“ Wolfgang Reich fand es befremdlich, etwas für das Dorf so wichtiges aus der Zeitung zu erfahren. Er stellte, um zu klären warum dies so gelaufen ist, einen entsprechenden Antrag. Dieser wurde vom Ortschaftsrat einstimmig angenommen.
Bericht und Bilder Ulrich Gresser

Bild: Für den Ortschaftsrat hätte eine Abbiegespur von der L314 nach Maiers, Hutters,Wangenbäuerle absolute Priorität

Bild: Mit einem Warnblinklicht möchte der Ortschaftsrat die Autofahrer auf die Gefahrenstelle des Fußgängerüberweges hinweisen

