Bad Wurzach-Haidgau - Aus einer „Schnapsidee“ geboren nahm der Boule-Platz bei der Festhalle in den vergangenen Tagen dank den Frauen und Männern im Vorstand der SG Haidgau und einigen Handwerkern Gestalt an.
Ortsvorsteherin Ernestina Frick ist happy: Dank der Eigeninitiative des Vereines, der vor wenigen Jahren noch auf wackligen Füßen stand, bekommt die im vergangenen Jahr rund um den Bau der barrierefreien Bushaltestellen bei Schule, Festhalle und Kindergarten entstandene neue „Lebendige Ortsmitte“ eine zusätzliche generationenübergreifende Attraktion. Neben den verschiedenen Spielmöglichkeiten des Spielplatzes rund um die Turn- und Festhalle erhalten damit auch ältere Semester Gelegenheit sich an der frischen Luft zu treffen und zu spielen. „Durch die Sitzgelegenheiten, die rund um den Boule-Platz angeordnet sind, kann sich jede Generation an dem frei zugänglichen Platz verabreden und Geselligkeit pflegen.“ Sie ist sehr froh, dass für den Vereinsvorstand damals die richtigen Leute mit Eigeninitiative gefunden wurden.
Andreas Dorn, erster Vorstand und auch Capo des Bautrupps, erklärt mit einem Lächeln, wie es zu der Realisierung dieses aus einer Schnapsidee geborenen Platzes kam. „Ursprünglich wollten wir vom SG Vorstand den Platz beim Sportplatz bauen, um diesen ein wenig aufzuwerten. Doch nach Anregungen aus dem Dorf kam die Idee auf, den Platz in die lebendige Dorfmitte zu integrieren.“ Nachdem das Anliegen vom Ortschaftsrat gutgeheißen worden war, hatte Ortsvorsteherin Ernestina Frick das Projekt Liegenschaftsverwalter Berthold Leupolz und Bauhofleiter Frank Lott vorgestellt, die sofort „Feuer und Flamme“ waren. Schnell waren die Modalitäten erledigt, der Bau konnte in Angriff genommen werden.
Eine kleine Bedingung war an die Baufreigabe seitens der Stadt auf der städtischen Wiese geknüpft: Um den Schülern ein gefahrloses Verlassen bzw. betreten der Bushaltestelle zu ermöglichen, sollten die SG´ler dazu im Rahmen der Bauarbeiten einen rund fünf Meter langen zweiten Weg anlegen. Dies stellte für den Bautrupp um Capo Andreas Dorn, seine Stellvertreterin Stephanie Caglioglu, Boule-Übungsleiter Josef Högerle und Beisitzer Bernhard Schemmel kein Problem dar: Bauunternehmer Michael Stärk und Bauleiter bei der Aktion stellte seinen Fuhrpark mit Minibagger und Rüttler zur Verfügung und Thomas Frick brachte das Kies mit viel Feingefühl und seinem Frontlader an die entsprechende Position.
Apropos Kies: Beim Nachordern des Baustoffes – die Hanglage des zukünftigen Boule Platzes erwies sich als gravierender als erwartet – erfuhr Andreas Dorn, dass das Boule-Spiel gerade sehr im Kommen ist: Fünf Orte aus der Leutkircher Gegend planen oder sind gerade dabei ebenfalls eine solche Anlage zu erstellen.
Innerhalb von zwei Tagen standen Boule Platz und Weg und die „Lebendige Ortsmitte“ erfreut alte und junge Haidgauer nun neben der Festhalle mit Bolz- und Spielplatz, Schachspiel noch mit einem weiteren Highlight zur Pflege der Geselligkeit.
Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

