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Bad Wurzach - Die Online-Plattform, auf der sich auf der Homepage des Handels- und Gewerbevereines Bad Wurzach Bad Wurzacher Firmen, Handwerker und Dienstleister präsentieren, um Auszubildende zu finden, wird dank der Karrierebegleiterin Hildegard Mühler am Schulzentrum auch gerne genutzt.

Darüber sind sich an diesem Tag alle einig: Die Rektor*innen von Werkrealschule, Julia Kiebler, und Realschule, Dietmar Schiller, die Vertreter*innen des HGV, Christiane Vincon-Westermayer und Klaus Michelberger, sowie die Karrierebegleiterin Hildegard Mühler, dass die mit dem digitalen Markt der Berufe gemachten Erfahrungen auch nach dem Ende der Pandemie weiterhin Teil des berufsvorbereitenden Unterrichts bleiben wird.

Insgesamt 29 Firmen und Institutionen aus den verschiedensten Branchen und Bereichen präsentieren sich und ihre Ausbildungsberufe seit Oktober 2020 auf der Homepage. Das Angebot reicht dabei vom Industriebetrieb über Handwerksbetriebe, Einzelhandelsgeschäfte bis zu sozialen Einrichtungen und der Stadtverwaltung.

Nach anfänglicher Skepsis haben die Zugriffszahlen während der Wintermonate zugenommen. Nicht zuletzt auch, weil zum einen die Karrierebegleiterin das Projekt direkt in den berufsvorbereitenden Unterricht integrierte und sie sich auch persönlich um die Schüler kümmerte. Zum anderen auch, weil für die Schüler mit Verlinkung zu Videos gute Einblicke in die Berufsbilder gegeben sind.

Julia Kiebler hebt die Bedeutung und Leistung der Karrierebegleiterin für die Schüler hervor: „Weil im vergangenen Jahr und auch dieses Jahr keine Berufspraktika möglich waren und sind, ist die Arbeit von Frau Mühler für die Schüler bei ihrem Übergang zum Beruf umso wichtiger geworden.“ Sie helfe den Schülern auch die große Unsicherheit zu überwinden, die sich während der Pandemie verbreitet habe. „Ihre Arbeit kann nicht hoch genug bewertet werden.“

Mühler selbst sagt, dass die großen Bildungsmessen, wie die in Ravensburg, ein anderes Know-How zur Verfügung haben, dadurch aber die Schüler auch oft überforderten. Um das beim Digitalen Markt der Berufe zu verhindern, hat sie einen Fragebogen entwickelt, mit dessen Hilfe die Schüler auch sich selbst einige Fragen beantworten können: Was gefällt mir, aber auch wer macht was usw. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema bekämen die Jugendlichen einen guten Überblick über die Berufsbilder. Darüberhinaus hat sie auch schon zum Elternabend eine Berufsberaterin der Agentur für Arbeit eingeladen, um auch den so wichtigen persönlichen Kontakt zu gewährleisten.

Klaus Michelberger sieht in dem Projekt auch die Gewährleistung, dass die Betriebe auch eine Kontinuität beim Ausbilden erhalten. Ein weiteres Ziel von Mühler war und ist für das Projekt, die Firmen an der Schule präsenter zu machen. Dietmar Schiller sagt: „Dieses Vorgehen sucht seinesgleichen.“ Christiane Vincon-Westermayers verweist darauf, dass die Schulen in Bad Wurzach schon seit über 20 Jahren Erfahrungen mit Bildungsmessen haben. Julia Kiebler wiederum erinnert sich an die Anfänge der Bildungspartnerschaften von Schulen mit den Betrieben: „Anfangs mussten wir darum betteln, inzwischen kommen die Firmen auf uns zu!“

In allen Äußerungen, ob von Schuleitern oder HGV-Vertretern, war der große Respekt der wertvollen Arbeit gegenüber spürbar, die die Karrierebegleiterin Hildegard Mühler leistet.

 

Bericht: Ulrich Gresser

 

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halloRV

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