Bad Wurzach - Seit Dezember 2020 haben die Steuerkanzlei und die Allgäuplaner ihr neues Gebäude bezogen. Jetzt präsentierten die beiden Firmen Bürgermeisterin Alexandra Scherer das Gebäude und ernteten großes Lob von ihr.
Als Reinhard Mayinger sich vor vielen Jahren in Bad Wurzach mit einem einzigen Raum im Dachgeschoss der jetzigen Volksbank Allgäu-Oberschwaben sich selbstständig machte, hätte er sich niemals träumen lassen, einmal in einem so repräsentativen Gebäude wie dem jetzt gemeinsam mit seinen Kanzlei-Partnern Christoph Gschwind und Sohn Dominic Mayinger in der Vorstadtstraße 38 bezogenen, im wahrsten Sinne zu „residieren“.
Wie es dazu kam, erzählt Christoph Gschwind: „Wir brauchten irgendwann neue Räume, also machten wir uns auf die Suche nach einem entsprechenden Platz.“ Denn am bisherigen Standort im Breiteweg war die Kanzlei auf drei Wohnungen verteilt. Erste Überlegungen gingen zu dem Grundstück in der Leutkircher Straße, das jetzt der TÜV bebaut hat. „Heute sind wir der Stadt dankbar, dass sie uns dann diese ehemalige Kiesgrube angeboten hat.“ Auch wenn sich nach der ersten Besichtigung keiner vorstellen konnte, dass daraus etwas werden könnte. Außer Peter Gschwind, Bruder von Christoph und Mitinhaber der „Allgäuplaner“.
Nach der Baugrunduntersuchung und als feststand, dass der Hang der ehemaligen Grube kein Problem darstellt, ging es nach einer ersten Kostenschätzung an die Planung, aus der dann das Gemeinschaftsprojekt entstand. Denn die Allgäuplaner waren bisher in Peter Gschwinds Privathaus untergebracht, da lag es nahe in das Bauprojekt mit einzusteigen. Als dritten im Bunde konnte noch Notar Hermann Frey, der nach Auflösung des Bad Wurzacher Notariates in einem für seine Zwecke viel zu großen Raum im Schloss seine Beratungsstunden abhielt, gewonnen werden. Das nun entstandene Beratungszentrum weist erstaunlich große Synergieeffekte auf, welche die Erwartungen der Partner weit übertroffen hat.
Reinhard Mayinger, dessen Sohn Dominic und Christoph Gschwind haben nach der Fertigstellung des Gebäudes, in dem derzeit 35 Personen auf den drei Stockwerken arbeiten, haben sogar noch eine stille Reserve von beinahe 100qm übrig. Die Überlegung steht im Raum, dort nicht vielleicht einen Rechtsanwalt an zu siedeln, also eine Dienstleistung, die sehr gut zum Portfolio der anderen passen würde.
Allgäuplaner Peter Gschwind bietet der Bürgermeisterin eine Zusammenfassung der technischen Details an. Das dreistöckige Gebäude bietet Büroflächen von rund 900qm, ist – ungewöhnlich für ein derartiges Gebäude in der Gegend – eine Holzkonstruktion, deren sichtbare Tragelemente perfekt in die Raumlandschaft integriert sind. In der einjährigen Bauzeit waren – mit Ausnahme des Aufzugbauers –ausschließlich Handwerker aus der Region beschäftigt. Die Energieversorgung für Heizung und Kühlung wird über zwei Erdwärmepumpen gesteuert, eine PV-Anlage auf dem Dach sorgt für die für die Lüftungsanlage erforderliche zusätzliche Stromgewinnung.
Reinhard Mayinger sieht in dem Gebäude einen enormen Fortschritt und ist sich sicher, seinen Leuten hochmoderne Arbeitsplätze bei bestem Betriebsklima zu bieten. Auch die Kanzlei sucht wie viele andere Branchen, händeringend nach Nachwuchs. Sehr froh ist Mayinger auch darüber, dass die Nachbarn dem neuen Gebäude und ihnen sehr positiv gegenüber stehen.
Bürgermeisterin Alexandra Scherer zeigte sich sehr davon angetan, was Mayinger & Gschwind und die Allgäuplaner aus dem Grundstück gemacht haben. „Sie haben den Blick dafür gehabt, etwas Gutes daraus zu machen.“ Tolle Unternehmen in einem repräsentativen Gebäude seien gute Argumente für die Mitarbeitergewinnung. „Ich freue mich aber auch darüber, dass sie Bad Wurzach treu geblieben sind. Die Firma wird mit diesem Gebäude in der Außenwirkung jetzt ganz anders wahrgenommen.“ Sehr schön finde sie auch, dass das Verhältnis zu den Nachbarn so positiv sei.
Außer zu den „Stoßzeiten“ beim Bau habe es kaum Verkehrsprobleme gegeben, erklärt Christoph Gschwind dazu. Insgesamt 20 Parkplätze sind in der Tiefgarage und auf dem Gelände verfügbar. Nur zu den Sprechzeiten von Notar Frey komme es ab und an dazu, dass jemand auf der Straße parke. Außerdem gebe es im Umkreis von fünf Gehminuten genügend Parkmöglichkeiten.
Gute Aussichten – im Wortsinne – also für Mayinger, Gschwind und die Allgäuplaner, die von ihren Büros aus tolle Ausblicke auf die Stadt haben.
Bericht und Billder Uli Gresser




