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Bad Wurzach - Gemeinsam mit Bürgermeisterin Alexandra Scherer, mit dem in der Verwaltung für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Martin Tapper führte Robert Reischmann, Baubegleiter seitens des Bauamtes, Pressevertreter durch den seiner Vollendung entgegengehenden Neubau des Hallenbades am Grünen Hügel. (Mit Bildergalerie)

Seit der letzten Führung im Sommer mit dem Gemeinderat hat sich vieles getan. So wird derzeit die lamellenförmige Außenfassade angebracht, die wie Reischmann dann im eigentlichen Badbereich zusätzlich noch die Funktion eines Sonnenschutzes erfüllt. Nach schlechten Erfahrungen mit beweglichen Rollos z.B. in den Schulen, „wo es dauernd etwas zu reparieren gibt“ ist er dankbar für die vom Architekten ersonnene praktische, aber auch ästhetische Lösung.

Bereits sichtbar ist der wunderbare Blick, der sich den Badbesuchern durch die große Panoramascheibe zur Linken auf den Badbereich bietet, wenn man den Eingangsbereich betritt und sich nach Rechts zu den Umkleiden wendet. Zwar liegen im Duschbereich noch einige Wände blank, doch die bereits im (Test-)Betrieb laufende Fußbodenheizung sorgt für ein für eine Baustelle angenehmes Raumklima. Mit dazu ihren Beitrag leistet die beeindruckenden Lüftungs- und Heizungsanlagen, die laut Bürgermeisterin Scherer „auf dem neuesten Stand der Technik sind.“ Ein für sie wichtiger Aspekt, denn wie man mit dem sprichwörtlichen Speck Mäuse fängt, so soll über die beeindruckende Technik auch gutes Personal angelockt werden. Dafür hat der Architekt im Mitarbeiterraum mit einer Art Bullauge, mit dem die Mitarbeiter den schönsten Überblick über das Badgeschehen darunter haben wird, seinen Teil beigetragen.

Nicht minder beeindruckend wie die Lüftungsanlage im Obergeschoss des Techniktraktes sind Heizung und Wasseraufbereitung im Kellergeschoss. Und natürlich die vielen hundert Kilometer an verlegten Elektrokabel, durch die später einmal in der Heiligen Halle des Bademeisters alle Fäden zusammenlaufen werden. Solange die Aussenanlagen noch nicht gemacht werden können, ist „das Bad noch autark“, wie Reischmann mit einem Schmunzeln sagt. Will heissen, fehlen noch die Gas- und Wasseranschlüsse.

Was allerdings schon fix und fertig ist, ist die den Beckenbereich überspannende Decke, samt Beleuchtung. Deren Binder haben aufgrund der asymetrischen Form des Bades lauter unterschiedliche Größen und Formen, eine echte Herausforderung für die Herstellerfirma, die Holzbau Dangel GmbH aus Bad Wurzach. Ebenso wie die äussere Dachkonstruktion, die Reischmann als sehr speziell bezeichnet: Insgesamt hat das Dach an die 30 verschiedene Neigungswinkel!

Während neben der Zentrale des Bademeisters derzeit der Fliesenleger das Kinderbecken in seinen Endzustand versetzt, fehlt dem großen 25 Meter Edelstahlbecken noch der Boden, der aus geschweißten Stahlplatten bestehen wird. Der Grund dafür liegt in einer Änderung des Ablaufplanes, weil ein Schlüsselgewerk nicht rechtzeitig in Angriff genommen wurde, sodass sich Architekt Gollwitzer und seine Bauleitung in Abstimmung mit der Stadtverwaltung dazu entschloss, die Fertigstellung der Baddecke vorzuziehen. Weil dafür viele Gerüste und Hebebühnen erforderlich waren, wären Beschädigungen des Beckenbodens möglich gewesen.

Bürgermeisterin Scherer bedauert sehr, dass wegen Corona die Öffentlichkeit zum Großteil vom Baugeschehen ausgeschlossen bleiben musste. Besonders schade fand sie, dass angesichts des beeindruckenden Technikstandards Schüler sich nicht für Handwerksberufe begeistern konnten.

Dass der Neubau sich derzeit etwa vier Monate hinter dem eigentlichen Zeitplan bewegt, sieht Scherer nicht unbedingt als großes Manko an: Da ein Eröffnungstermin – Architekt Gollwitzer rechnet derzeit mit einer Bauübergabe im Mai – auch wegen Corona derzeit noch in den Sternen steht, „nimmt diese Verschiebung auch ein wenig Druck von den ausführenden Firmen, was sicher auch der Qualität der Arbeit zugute kommt.“

Wichtiger in der derzeitigen Situation ist ja, dass das gut 7 Millionen Euro (netto) teure Bauwerk den Kostenrahmen einhält. Und dies sei laut Aussage von Architekt Gollwitzer in der Sitzung des Ausschuss für Technik und Umwelt am vergangenen Montag „bis auf 1 oder 2 %“ ja der Fall.

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

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halloRV

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