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Bad Wurzach - Karl-Josef Fassnacht spendet seit vielen Jahren anstelle von Weihnachtsgeschenken für Kunden das entsprechende Budget an eine örtliche Institution. Im den Hygienebestimmungen gerechten kleinen Kreis ging in diesem Jahr ein Scheck in Höhe von 2.500 Euro an die Jugendfeuerwehr von Bad Wurzach.

Karl-Josef Fassnacht hatte vor vielen Jahren in Wangen ein dahingehendes Aha-Erlebnis, so dass er beschloss zukünftig auf Geschenke zu verzichten und stattdessen das Geld lieber zu spenden, „meist dort wo wir gerade tätig sind.“ In diesem Jahr wendete er sich Corona bedingt daher an Bürgermeisterin Alexandra Scherer, „denn die weiß sicher was läuft.“

Und tatsächlich rannte er bei ihr offene Türen ein. Die Stadt könne zwar die Jugendfeuerwehr bei der Beschaffung von Ausrüstung und Material helfen, könne und dürfe jedoch gerade bei ihr so wichtige teambildende Maßnahmen und Freizeitaktivitäten nicht unterstützen. „Unsere Jugendfeuerwehr ist sehr gut aufgestellt, leistet tolle Arbeit und ist etwas sehr Gutes, deshalb freut es mich sehr, dass sie so großzügig unterstützt wird.“

Feuerwehrkommandant Rolf Butscher bedankte sich zunächst bei Fassnacht, in dessen Firma einige Feuerwehrleute beschäftigt sind, dass diese bei Einsätzen sofort und problemlos dafür freigestellt würden, was nicht selbstverständlich sei. Er betonte die großartige Leistung des Jugendfeuerwehrwartes Pascal Schmehl, der bis zum Lockdown 60 Jugendliche aus allen Abteilungen betreut hatte.

Der angesprochene Pascal Schmehl gab das Lob an sein „Mega-Team“ aus Betreuern und Helfern weiter und sagte: „Florian Buck, der bei Fassnacht beschäftigt ist, war selbst viele Jahre in vorderster Linie in der Jugendfeuerwehr tätig.“ Zwar werde das geplante Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager wohl ausfallen, aber Ende des Jahres könne ein Aktionstag im Freizeitpark Tripsdrill hoffentlich stattfinden, da wäre das Geld sicher auch gut angelegt, erklärte er auf Karl-Josef Fassnachts Anfrage, was die Verantwortlichen mit dem Geld vorhätten. „Ich weiß, dass das Geld bei Euch in guten Händen ist,“ davon ist Fassnacht überzeugt.

Karl-August Mohr, lange Jahre Kassenverwalter der Feuerwehr und auch Rolf Butscher wissen um die Wichtigkeit der Nachwuchsorganisation. „Die Feuerwehr lebt von der Jugend, mehr als 70 % der aktiven Feuerwehrleute sind aus ihr hervorgegangen. Wenn die wegbricht, wirft uns das um 20 Jahre zurück.“

 

Bericht und Bild: Ulrich Gresser

 

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