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Bad Wurzach - Die große Fichte, die in diesem Jahr als großer Christbaum in der Stadtmitte steht, stammt wie im Vorjahr von einem städtischen Grundstück: rund 45 Jahre lang „bewachte“ sie die Zufahrt zum alten Hallenbad, war dort kurz nach dessen Fertigstellung gepflanzt worden. (Mit Bildergalerie)

Rund 16 Meter hoch, dreieinhalb Tonnen schwer und einen Stammdurchmesser von knapp einem Meter waren „normale“ Werte. Was den diesjährigen Christbaum – zu dessen Fällung die Bauhofmitarbeiter an diesem Mittwochmorgen zu Fuß gehen konnten, stand er doch nur einen Steinwurf entfernt vom städtischen Bauhof – so besonders machte, war sein ausladendes Geäst. Dies führte bereits beim Aufladen auf den Spezialanhänger zu gewissen Schwierigkeiten, nachdem der Stamm bereits vor Ort für seine zukünftige Bestimmung vorbereitet worden war.

Als sich der Tross mit Polizei, Autokran samt Materialbegleitfahrzeug, sowie den Bauhoffahrzeugen und dem Unimog um 13.05 Uhr vom Hallenbad Richtung Innenstadt in Bewegung setzte, begann für den „Expeditionsleiter“, den stellvertretenden Bauhofleiter Dirk Fietkau der nervenaufreibendste Teil der Aktion: Der Baum, so breit wie die in die Stadt führenden Straßen selbst, musste schließlich ohne diverse Laternen und Straßenschilder „abzuräumen“, an seinen Bestimmungsort gebracht werden. Seit Tagen wiesen zahlreiche Verbotsschilder daraufhin, dass in sämtlichen Parkbuchten am Transportweg absolutes Halteverbot herrschte und – o Wunder – wurde es auch in diesem Jahr tatsächlich eingehalten, wenn auch die städtische Vollzugsbeamtin mit sanften Hinweisen nachhelfen musste.

Die kitzligste Stelle des Weges, die Engstelle beim Postplatz wurde dank der im Wortsinne „Manpower“ des Bauhofes einigermaßen problemlos gemeistert. „Menschliche Schutzschilde“ verhinderten Schäden an den im Volksmund „Maria und Josef“ genannten Heiligenfiguren auf ihren Säulen an der Engstelle, für den Rest des Weges mussten die Männer in Orange nur noch die Halteverbotsschilder zur Seite räumen. Auf dem Weg zum Zielpunkt der (vor)letzten Reise der Fichte wurden zahlreiche Smartphones gezückt und auch rund um den Marienbrunnen versammelte sich eine Menge Zuschauer, um das Aufrichten und die diffizile Ausrichtung festzuhalten.

Das eigentliche Aufstellen war dank der guten Vorarbeit bereits beim Fällen, der Stamm war bereits exakt auf den Durchmesser der 3 Meter hohen Metallröhre gestutzt, in die der Stamm aus Sicherheits- und Stabilitätsgründen gesteckt wurde in einer halben Stunde erledigt. Mit fingerdicken Stahlseilen wird der Baum an den umliegenden Gebäuden so fixiert, dass ihm bis nach Dreikönig kein Wintersturm etwas anhaben kann. Mit der Feuerwehrdrehleiter werden die Stadtelektriker diesem und den anderen vor der Stadtpfarrkirche, beim Postplatz und vor dem Schloss aufgestellten Bäume den weihnachtlichen Lichterglanz verleihen. Auch um nach der Corona-bedingten Absage des Weihnachtsmarktes in der Adventszeit mit seinem Lichterglanz ein wenig Licht in diese eher triste Zeit zu bringen.

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

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halloRV

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