Haidgau - +++ Ortsverwaltung arbeitet regulär, aber hinter der verschlossenen Rathaustür +++ Kleine Änderung beim Protokoll der letzten Sitzung +++ Baugesuch zur Kenntnisnahme +++ Lisa Feser verabschiedet und Robert Dimmler verpflichtet +++ Jakob Schraag und Reinhold Joos zu erstem und zweiten Stellvertreter der Ortsvorsteherin gewählt +++ Neuer Spielplatz erfordert Abstriche bei den anderen Spielplätzen in der Ortschaft +++
TOP 1: Begrüßung/Bekanntgaben
Ortvorsteherin Ernestina Frick gab bekannt, dass die geplante Jubiläumsfeierlichkeit im Friedenshain vom 16. Mai auf den 9. Mai vorverlegt werden muss. Grund: Am 16. Mai findet in Rom die Seligsprechung des Gründers des Salvatorianerordens, Pater Jordan, statt, zu der sich auch Pfarrer Paul Notz angemeldet hat.
Die Ortsvorsteherin gab auch den Ablauf für den diesjährigen Volkstrauertag am kommenden Sonntag bekannt: Es werde keinen gemeinsamen Marsch zum Kriegerdenkmal geben, die Kranzniederlegung erfolge im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes. Die Türe der Ortsverwaltung sei derzeit während der Sprechzeiten zwar geschlossen, dennoch sei die Ortsverwaltung normal zu erreichen. Wer z.B. dringend Papiere und Unterlagen etc. abholen müsse, könne an der Türe klingeln.
Generalversammlungen von Vereinen sämtliche Veranstaltungen in der Halle seien während des erneuten Lockdowns abgesagt. „Wir können derzeit nicht sagen, wie lange das geht.“ Zum Baufortschritt bei der Kapelle in Zwings sagte Frick, man hoffe noch vor dem Winter den Trockenputz anbringen zu können. Leider sei der Zimmerer noch immer ausständig.
TOP 2: Verlesung und Genehmigung des Protokolls
Ortschaftsrat Wolfgang Reich übernahm die Verlesung des Protokolls der letzten öffentlichen Sitzung vom 12. August. Ortschaftsrat Gerhard Rösch bat um Streichung einer Passage, die seiner Meinung nichts mit dem Inhalt des Protokolls zu tun habe. Nach Rücksprache mit den Ortschaftsräten erfolgte die Streichung.
TOP 3: Fragen der Bürger
Da keine Zuhörer anwesend waren, gab es keine Anfragen.
TOP 4: Kenntnisgabe Bauvoranfrage Überdachung des bestehenden Fahrsilos auf Flurstück Nr. 64
Ortsvorsteherin Frick legte die Pläne für die Überdachung jedem einzelnen Ortschaftsrat zur Kenntnisnahme vor, da aus Hygienegründen die Weitergabe von Hand zu Hand derzeit nicht erlaubt ist. Eine Abstimmung zu dem Thema war nicht erforderlich, da das Vorhaben laut Baurecht genehmigungsfähig ist.
TOP 5: Mandatsnachfolge im Ortschaftsrat
5a) Feststellung eines Hinderungsgrundes bei Frau Lisa Feser durch Wegzug aus der Gemeinde und Ausscheiden aus dem Gremium. Beschluss.
5b) Nachrücken von Herrn Robert Dimmler als Stimmennächster bei der letzten Kommunalwahl und Feststellung eines Hinderungsgrundes. Beschluss.
Für Lisa Feser, die dem Gremium seit Mai 2019 angehört, besteht nun ein Hinderungsgrund, das Mandat weiter zu bekleiden, da sie nach Haisterkirch umzieht und damit die Gemarkung Bad Wurzach und Haidgau verlässt. Ein Gemeinde bzw. Ortschaftsrat muss laut Gemeindeordnung auf der Gemarkung wohnen. Wie beliebt Lisa Feser ist, zeigte der Ausruf eines Ortschaftsrates während der offenen Abstimmung, stimmte das Gremium nur „unter Protest“ einstimmig für das Ausscheiden der Rätin.
Ortsvorsteherin Frick bedauerte diesen Ausstieg sehr, war Lisa Feser auch ihre erste Stellvertreterin gewesen. Anstelle von Lisa Feser rückt nun Robert Dimmler in das Gremium nach, da er bei der Kommunalwahl von den damals Nichtgewählten die höchste Stimmenzahl erhalten hatte. Nach der Verpflichtungsformel: „Ich gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde Bad Wurzach und der Ortschaft Haidgau gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das der Einwohner nach Kräften zu fördern“, wurde er durch die Ortsvorsteherin offiziell zum Mitglied des Ortschaftsrates Haidgau ernannt.
TOP 6: Verabschiedung von Lisa Feser
Die Ortsvorsteherin bedankte sich – während Robert Dimmler nach gründlicher Desinfektion am Ratstisch Platz nahm – bei ihrer bisherigen ersten Stellvertreterin mit einem Blumenpräsent. Sie hoffe, dass Lisa öfter ihre „alte Heimat“ besuche und der Musikkapelle treu bleibe. Diese wiederum sagte in ihrer kleinen Ansprache, man habe zwar oft heftig diskutiert, aber im Anschluss an die Sitzung sei alles wieder gut gewesen.
TOP 7: Wahl eines 1. Stellvertreters der Ortsvorsteherin
Da Lisa Feser die erste Stellvertreterin von Ortsvorsteherin Ernestina Frick war, mussten nun die Stellvertreter der Ortsvorsteherin neugewählt werden. Jakob Schraag, bisher zweiter Stellvertreter erklärte sich bereit, die Position von Lisa Feser zu übernehmen, wozu er in geheimer schriftlicher Wahl einstimmig bestimmt wurde.
TOP 8: Wahl eines 2. Stellvertreters der Ortsvorsteherin
Etwas aufwendiger wurde die Wahl zum zweiten Stellvertreter: In den ersten beiden Wahlgängen endeten jeweils unentschieden zwischen Reinhold Joos und Gerhard Rösch. Als Ernestina Frick schon mit einem Schmunzeln befürchtete, das Papier könnte ausgehen, kam es beim dritten Versuch zu einer Entscheidung: Gerhard Rösch zog seine Bewerbung zurück und Reinhold Joos wurde einstimmig gewählt.
TOP 10: Verschiedenes
Lothar Merkel fragte noch einmal nach dem Ablauf des Volkstrauertages, zu dem laut Ernestina Frick eine Anmeldung bei Monika Ritscher erforderlich sei. Gerhard Rösch fragte nach dem Stand der Dinge, was die Beschilderung der Einzelgehöfte auf der Haid angeht, was die Ortschaftsräte seit drei, vier Jahren beschäftige. In Hauerz oder Seibranz funktioniere das doch gut. Er fragte auch an wie der Spielplatz angenommen werde und ob alte Spielgeräte an den anderen Plätzen im Ort ersetzt würden. Die Kinder seien begeistert, großer Renner beim neuen Spielplatz sei natürich die Seilbahn, antwortete ihm die Ortsvorsteherin. Sie erinnerte – nach einem Hinweis eines Ortschaftsrates, dass es bei dem neuen Platz an einer Stelle „sehr weit runter geht“ auch daran, dass die Eltern auf dem Platz ihrer Aufsichtspflicht nach kommen müssen. Da die Stadt Betreiber des Platzes ist und das Spielplatzkonzept einen zentralen Spielplatz pro Ortschaft vorsieht, konnte Frick den Rätern und Eltern wenig Hoffnung machen, dass die abgebauten Geräte ersetzt würden. „Bei der Planung des neuen Platzes war klar, dass die anderen ‘eingedampft‘ werden, sie also nicht mehr attraktiv gehalten werden. Aber es war eine tolle Elterninitiative.“
Mit der Bitte aus den Reihen des Rates, während der Winterzeit als Sitzungsbeginn 19.30 Uhr festzulegen, endete diese Novembersitzung des Ortschaftsrates in Haidgau.
Bericht und Bild: Ulrich Gresser

