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Eintürnen - Am Vorabend von Allerheiligen ist normalerweise auf dem Eintürnenberg Konzertabend. Dann spielt die Musikkapelle üblicherweise ihr Jahreskonzert mit vielen Zuhörern. In diesem Jahr ist alles anders: Ab 20.00 Uhr können die Musikbegeisterten bei Youtube das diesjährige Konzertprogramm der Kapelle, wie immer bestens von Dirigent Alexander Dreher einstudiert, in Bild und Ton verfolgen.

 

„Es musste etwas geschehen“ sagt Vorstand Roland Schmid. Vorstand und Dirigent haben in der Lockdown- und Coronazeit lange nach einer zielführenden Möglichkeit gesucht, die Musikerinnen und Musiker irgendwie „bei der Stange zu halten“.

Seit Juni haben die 35 Musiker das diesjährige Konzertprogramm einstudiert, den Coronaregeln entsprechend mit Abstand und „Outdoor“. „Aber Hauptsache wir konnten wieder etwas machen.“ Nicht sehr schön war dabei die Unsicherheit.

Ab dem Sommer kamen die Lockerungen, es keimte Hoffnung auf, das Konzert wirklich live und vor größerem Publikum spielen zu können. Bis dann vor einigen Wochen Covid19 mit seiner zweiten Welle die Hoffnungen zunichte machte. „Deswegen hatten wir die Idee, das ganze aufzunehmen und am Konzertabend online zu stellen. Die Proben waren sehr eingeschränkt, aber es war wichtig überhaupt etwas zu machen.“ Schmid kennt viele Kapellen, die seit dem März keine Proben- bzw. Spielmöglichkeit hatte. Auf einer Hofstelle fanden die Eintürner die Möglichkeit mit allen Musikanten und dennoch dem entsprechenden Abstand zu proben.

 

„Im letzten halben Jahr ist soviel kaputtgegangen, vor allem bei den Vereinen.“ klagt Schmid. „Alle sehnen sich danach, wieder einmal im Bierzelt beieinander zu sitzen, einfach nach einem Stück Normalität.“ Absolut unverständlich ist für ihn denn auch, wenn sich nach getaner Arbeit die Musiker nicht gleich in alle Winde zerstreuen, sondern sich noch ein bisschen unterhalten und ihnen dafür gleich mit der Staatsmacht gedroht wird.

 

Dirigent Alexander Dreher hat ein abwechslungsreiches wie auch modernes Programm zusammengestellt, das die Musiker in der Halle auf dem Eintürnenberg eingespielt haben, natürlich unter allen vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln. Mit dem „Parademarsch der 18er Husaren“ von Alwin Müller eröffnen sie ihr Programm, um anschließend tief ins „Wiener Praterleben“ einzutauchen. Auch zwei Tenorhorn-Solisten kommen beim „Solistentraum“ zu ihrem Recht.

Im zweiten Konzerteil erwartet den virtuellen Konzertbesucher neben einem Musical-Medley von Alan MenkenStücke wie „Moment for Morricone“, die schon selbst zum Kult gewordenen „80er Kult(tour)“ von Thiemo Kraas und zum krönenden Abschluss den Klassiker den „Radetzky Marsch“. Um bei dem Herbstkonzert dabei sein zu können, müssen Sie einfach am 31. Oktober im Internet www.youtube.de eingeben, dort in der Suchleiste nach Musikverein Eintürnen suchen, danach den Kanal des MV Eintürnen öffnen und schon sind Sie dabei. Alternativ können Sie auch einfach den QR-Code mit ihrem Smartphone scannen.

Bericht Uli Gresser

 

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halloRV

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