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Bad Wurzach - Das Luxeuil-Komitee des Partnerschaftsverein Bad Wurzach hatte die Idee vor einigen Jahren aufgegriffen: Ein Diner en blanc, „Ein Diner in Weiss“. Bei idealem Wetter konnte nun wieder auf dem Klosterplatz ausgiebig diniert werden

Die lange Tafel wieder aufzubauen, darauf freuten sich die „Franzosen“ des Partnerschaftsvereines schon lange – und nicht nur sie. Und auch die Sonne strahlte an diesem lauen Sommerabend mit den Teilnehmern – darunter auch die evangelische Pfarrerin Silke Kuczera – um die Wette.

Die 1988 von dem Pariser Francois Pasquier geborene Idee, seine völlig überfüllte private Gartenparty kurzerhand in den nahegelegenen Bois de Boulogne und damit auf einen öffentlichen Platz zu verlegen, hat auch in Bad Wurzach schon viele Freunde gewonnen. Die Idee für dieses Dinner in Weiß auf öffentlichen Plätzen hat vom Paris der 80er Jahre seinen Siegeszug um die ganze Welt angetreten.

An der Tafel konnte sich Jedermann mit seinem Picknickkorb im Schatten von St. Verena und Maria Rosengarten auf dem Klosterplatz niederlassen. Zwar waren es trotz des perfekten Wetters weniger Teilnehmer als damals vor Corona, als sogar bereits eine zweite Tafel eingedeckt wurde. Dennoch machten sich die Tafelteilnehmer – vom Kind bis zur Seniorin war so gut wie jede Alterstufe vertreten – mit großem Appetit über die mitgebrachten Leckereien her.

Die Veranstaltung wird sich auf jeden Fall weiter etablieren, darüber waren sich alle einig. Jeder durfte bei jedem probieren, auf diese Weise kam man rasch bei einem guten Tropfen und bei leckerem Käse zum Abschluss miteinander ins Gespräch.

Die Stammgäste bei dieser Veranstaltung jedenfalls freuten sich wieder einmal über diese noch jungen Tradition. Denn irgendwie hat so ein gutes Diner sogar etwas Meditatives: Man kann bei gutem Essen und schönen Gesprächen wunderbar abschalten, den Alltag vergessen.

Und alle waren sich einig, als die anbrechende Dunkelheit das Ende des diesjährigen Diner in Weiss ankündigte: „Wir kommen auch im nächsten Jahr wieder!“

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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halloRV

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