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Zur Diskussion um Wege aus Kunststoff-Bohlen im Wurzacher Ried

Sicher werden die vom Gemeinderat beschlossenen Kunststoff-Bohlen für die Wege im Ried nicht so schnell verwittern und verfaulen wie Bohlen aus Eichenholz oder Lärche. Der befürchtete Eintrag von Kunststoffpartikeln in die Umgebung scheint übertrieben zu sein. Doch lässt dieser Plan jedes Gefühl für Ästhetik vermissen. Er wirkt wie das Sonntagsdirndl auf der Tanzfläche zusammen mit Gummistiefeln.

Über den Zustand der Gemeinderäte bei der Beschlussfassung wurde in der Presse nicht berichtet. Vor kurzem hatten sie sich angesichts der Windkraft am Ried noch zu Hütern des Schatzes aufgeschwungen – und nun dieser Ausrutscher.

Sicherlich ist der Kunststoffeintrag in die Natur durch Windkraftanlagen viel problematischer. Und auch optisch wirken WKA dramatischer als Kunststoff-Bohlen im Ried.

Der massive Ausbau der Windkraft ist der Vertreibung aus dem Paradies gleichzusetzen. Das Verlegen von Kunststoff-Bohlen im Ried dagegen ist nur eine marginale Verschandelung.

Sündenfälle sind beide.
Hans-Joachim Schodlok, Bad Wurzach

 

 

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halloRV

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