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Seibranz - Zum zweiten Mal stand der Seibranzer Kapellenweg auf dem Programm des Samstagspilgerns. In diesem Jahr nahmen daran rund 50 Pilger teil.

Vom Startpunkt bei der St. Ulrich Kirche in Seibranz, wo die Gäste freundlich empfangen wurden, startete die musikalische Pilgerreise u.a. mit den „Irischen Segenswünschen“. Zunächst führte der Weg hinauf zur Kapelle nach Starkenhofen, von dort in einem stetigen Auf und Ab hinab zur St. Agatha Kapelle in Gospoldshofen und von dort wieder hinauf zur Martins-Kapelle nach Wengenreute. Gemeinsam mit rund 50 weiteren Pilgern begab sich auch unser Reporter Ulrich Gresser an diesem schönen Sommerabend auf die 10 Kilometer lange Strecke.

Die Philosphie dahinter ist einfach: „Musik dringt tiefer in die Seele ein, als alles andere. Wer singt betet also doppelt.“ So warb Kurseelsorger Raimund Miller, der dieses „musikalische Pilgern“ gemeinsam mit dem Seibranzer Orgateam mit Ortsvorsteherin Petra Greiner, Agnes Schad und Judith Schöllhorn von der Seibranzer Kirchengemeinde ins Leben gerufen hat, für den Kapellenweg rund um Seibranz.

Und tatsächlich, die Wahrnehmung verändert sich innerhalb kürzester Zeit: Die Natureindrücke, etwa beim Sehen und riechen werden intensiver, gleichzeitig achtet man mehr auf den Mitwanderer. Nach einer kurzen Rast zum Sammeln im Schatten des ehemaligen Schiedel-Anwesens ging es hinauf in Richtung Starkenhofener Kapelle, wo die ersten musikalischen und geistlichen Impulse gesetzt wurden.

Gemeinsam mit Jeaninne Fleischer sang Raimund Miller das Lied „Turn, Turn,Turn“, Agnes Schad gab einen ersten geistigen Impuls und verteilte kleine Steine, auf die die Wanderer ihre gegenwärtigen Emotionen notierten und in der Kapelle auf einem dafür vorgesehenen Kreuzsymbol ablegten. Weiter ging es nach den gemeinsam gesungenen Liedern „Meine Zeit “ und „Ins Wasser fällt ein Stein“ weiter Richtung Butzenmühle, vorbei an einer Hochzeitsfeier, in das Auf und Ab des kühlen Waldes. Bei der letzten Steigung, bevor es wieder Richtung Gospoldshofen talwärts gehen sollte, gab Petra Greiner den Impuls zum Thema Achtsamkeit, nachdem drei junge Bläser die Gruppe musikalisch begrüßt hatte.

Nachdem Verlassen des Waldes bot sich den Pilgern ein wunderschöner Blick über die in ein weiches Abendlicht getauchte hügelige Voralpenlandschaft.

An der Kapelle in Gospoldshofen angekommen, erwartete die Wandergruppe ein besonderes musikalisches Highlight: Der in der Region sehr bekannte Konzerttrompeter Hermann Ulmschneider spielte gemeinsam mit seinen Söhnen einige Stücke, die selbst die Reisegruppe nebenan beim Sennerstüble andächtig zuhören liess.

Passend zum Thema des geistlichen Impulses „Licht und Schatten“ entzündeten die Wanderer ein Kerzlein in der Kapelle und sangen danach „Du bist das Licht“ Auf dem Weg von Gospoldshofen hinauf nach Wengenreute wurde die bunte Truppe oberhalb von Zingerlesmühle noch einmal von dem Bläsertrio erwartet. Agnes Schad erläuterte in ihrem Impuls die Funktion und den Umgang der fünf Glücksbohnen, die an die Teilnehmer verteilt wurden.

An der letzten Kapellenstation in Wengenreute erwartete mit der jungen und mutigen Selina Keckeisen, die nur mit ihrer Gitarre als Begleitung das Cohen´sche Hallelujah sang, in dessen Refrain die Pilger mit einstimmten. Judith Schöllhorn setzte mit ihrer Geschichte der unterschiedlichen zwei Engel einen letzten geistlichen Impuls.

Jeder Pilger erhielt dabei einen kleinen Schlüsselanhänger-Engel, ehe die Gruppe sich im letzten Tageslicht zum Freizeitplatz aufmachte, wo es nach soviel geistlicher Nahrung auch noch eine weltliche Stärkung gab.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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halloRV

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