Bad Wurzach - Erstmals nach Corona konnte in diesem Jahr von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wurzach mit ihren Abteilungen aus den Ortschaften der beliebte Feuerwehrstaffellauf mit verschiedenen lustigen Stationen mit Feuerwehrbezug um den Bürgermeisterinnen Wanderpokal durchgeführt werden.
Aufgrund der Tatsache, dass die Abteilung Stadt bei der letzten Austragung die rote Laterne gewonnen hatte, war sie nun als Ausrichter gefragt. Natürlich nutzte sie damit die Gelegenheit, ihre Ausrüstung und ihre Fahrzeuge der öffentlichkeit zu präsentieren. Die Kollegen von der Verallia-Werksfeuerwehr hatten dazu ihren riesigen Entlüfter mitgebracht, ein Gerät das die Werksfeuerwehr anderen Feuerwehren landkreisweit bei Bedarf zur Verfügung stellt. Nicht vorgesehen war dagegen, dass die beiden Fahrzeuge der Werksfeuerwehr plötzlich mit Blaulicht und Martinshorn vom Hof rauschen mussten.
Die aus sechs Feuerwehrleuten bestehenden Mannschaften mussten z.B. auf der Wiese beim Sportplatz aus drei Schläuchen einen „Zopf“ flechten. Viel Feingefühl war etwa bei der „Wasserbecher-Staffel“ gefragt: Da mussten kleine wassergefüllte Plastiktrinkbecher über eine gewisse Strecke transportiert und dabei auf halber Strecke ein Trägerwechsel vollzogen werden. Das Ganze allerdings mit Rettungsspreizern, mit denen üblicherweise bei Verkehrsunfällen das Blech Der Fahrzeuge aufgeschnitten wird, um eine eingeklemmte Personen zu retten.
Ganz erstaunlich schlug sich etwa die Mannschaft aus Dietmanns bei der modernen Art des Seilziehens: Aber anstelle gegen eine gegnerische Mannschaft mussten die mit drei jungen Damen angetreten Dietmannser wie auch die anderen Mannschaften den „Oldtimer“ der Bad Wurzacher Wehr eine leicht ansteigende Strecke hochziehen, wobei sie bis dato einen neuen Streckenrekord erzielten.
Und auch beim horizontalen Bierkistenstapeln schlug sich die Dietmannser Mannschaft hervorragend. Am Ende nach den neun Stationen reichte es für die Dietmannser Mannschaft zu Platz fünf hinter der Mannschaft aus Unterschwarzach.
Die Plätze auf dem Siegertreppchen holten sich die Haidgauer als Dritte, einen hervorragenden zweiten Platz belegte die Jugendfeuerwehr. Den Pokal holte sich die Mannschaft der Abteilung Ziegelbach. Den sechsten Platz erreichte die Hauerzer Mannschaft, die rote Laterne ging in diesem Jahr an die Mannschaft aus Arnach, die damit im nächsten Jahr eigentlich als Ausrichter fungieren dürften.
Da aber in diesem Jahr die Abteilungen Gospoldshofen, Eintürnen und Seibranz aus verschiedenen Gründen nicht angetreten sind, dürfte hier das letzte Wort noch nicht gesprochen sein.
Nach der Siegerehrung durch Bürgermeisterin Alexandra Scherer gab es noch für Alt und Jung ein Konzert mit „Marshy soil“, der feuerwehr-eigenen Rockband, die damit für eine ausgelassene Stimmung sorgte.
Bericht und Bilder Ulrich Gresser

