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Bad Wurzach - An diesem Sonntag, an dem die Pfarrgemeinde St. Verena ihr katholisches Kirchenfest beging, wurde der Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche mit der Aufführung einer großen Orchestermesse mit einem extra dafür gebildeten Projektchor gefeiert.

Die beiden Initiatorinnen Bernadette Vogt, welche die Chorleitung übernahm und Petra Springer, die den Blasorchester-Part der „Missa Katharina“ von Jacob de Haan mit einer 35 köpfigen Besetzung der Stadtkapelle einstudierte und die musikalische Gesamtleitung innehatte, hatten für diesen Festgottesdienst mit Pfarrer Stefan Maier Sängerinnen und Sänger für einen Projektchor gesucht.

Dafür hatten sie zahlreiche Kirchenchöre aus der Seelsorgeeinheit angeschrieben. Und waren bereits bei der ersten Probe Mitte Mai „geflasht“, wie viele Sängerinnen und Sänger ihrem Aufruf gefolgt waren.

Mit begeisternden (und begeisterten) 80 Sängerinnen und Sängern aus der gesamten Seelsorgeeinheit und darüber hinaus durfte Bernadette Vogt an diesem Sonntag gemeinsam Petra Springer und der Stadtkapelle in der sehr gut besuchten Kirche diese spezielle Messe aufführen.

Die „Missa Katharina“ besteht aus den Ordinariumsteilen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei, sowie die Instrumentalteile Präludium, Offertorium und Postludium. Zur Aufführung brachten die beiden Dirigentinnen davon – aus Zeitgründen, weil sie damit ja den Gottesdienst musikalisch gestalteten – jedoch nur Kyrie, Gloria, Sanctus sowie die Messeteile Halleluja und Amen.

Verschiedene Aufführungsmöglichkeiten (z.B. rein instrumental oder in unterschiedlich langen Versionen) eröffnen zahlreiche Verwendungs-möglichkeiten für dieses eindrucksvolle Werk, mit dem der Komponist 2007 einen internationalen Kompositionswettbewerb gewann.

Was diesen Gottesdienst so beeindruckend machte, waren aber auch die Lieder die die Gemeinde gemeinsam mit dem Chor sang – einfühlsam an der Orgel begleitet von Johannes Frisch, etwa „Wo Menschen sich Vergessen“, die Dietrich Bonhoeffer-Adaption„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ oder das klassische Kirchenlied „Danket dem Herrn“. denn dabei entstand aus dem „Zusammenspiel“ zwischen Chor und Gemeinde eine wunderbare Symbiose.

Kein Wunder, dass nach den aus tiefstem Herzen kommenden Dankesworten von Pfarrer Maier an alle Akteure die ehrwürdige Kirche vom Applaus der Gottesdienstbesucher erbebte. Und die musikalischen Leiterinnen, nachdem Pfarrer und Ministranten schon längst aus der Kirche ausgezogen waren, ihre Mitmusiker veranlassten mit dem „Hallelujah“ und dem „Amen“ zwei Zugaben zu geben, was diese dann natürlich mit großer Freude taten.

Pfarrer Maier selbst zeigte sich bei einem Gespräch mit Petra Springer später auch beeindruckt, wie perfekt die Musik auf den Gottesdienstablauf abgestimmt war.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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halloRV

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