Bad Wurzach - Da freuten sich die Verantwortlichen des Kultur-, Bildungs- und Integrationsvereines Bad Wurzach, dass das Wetter in diesem Jahr zu ihrer Kermes so gut mitspielte. Zum neunten Mal – und erstmals nach einer fünfjährigen Zwangspause – veranstaltete der Verein sein Fest der Begegnung auf dem Parkplatz bei der Moschee und dem Schülerinnenwohnheim in der Biberacher Straße.
In den von der Stadt angemieteten Hütten, den vereinseigenen Zelten gab es einige türkische kulinarischen Spezialtäten, aber auch Süßes wie Gebäck, Kuchen und Torten zu probieren. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und einen Eisstand, für Familien gab es auch Räumlichkeiten zum Rückzug. An Biertischgarnituren konnten die Gäste die Spezialitäten und die Sonne genießen.
Etwa Tantum, ein Lamm-Gemüsegericht aus der Mittelmeerregion. Das Fleisch wird vorbereitet und auf dem Teller dann mit einer Kräuter-Gemüsemischung angerichtet. Dessen Zubereitung übernahm Mustafa Mersin, der in der Türkei 30 Jahre lang Übung mit dem Gericht hatte und nun als Ehrenamtlicher sein Können dem Verein zur Verfügung stellte. Am spektakulärsten war die Zubereitung von Adana Kebab-Spießen über dem offenen Feuer – weil es dort immer kräftig rauchte.
Bilal Sezer stellvertretender Leiter des Vereines und treibende Kraft in der Organisation des Festes, konnte mit den Pfingsttagen sehr zufrieden sein, den fast an jedem Abend waren die angebotenen Spezialitäten ausverkauft Bilal Sezer erläutert wie wichtig das Frühlings- und Herbstfest für den Verein ist. Da der Kultur-, Bildungs- und Integrationsverein keine staatlichen Hilfen erhält ist der Wurzacher Verein auf Spenden und Einnahmen aus solchen Festen angewiesen. „Der Erlös der Kermes wird zum Großteil für den Unterhalt des Wohnheimes verwendet“, sagt Bilal Sezer. Aber man werde auch die Erdbebenregion in der Türkei und Syrien unterstützen.
Natürlich interessierte sich Bürgermeisterin Alexandra Scherer, die dem Fest am Freitag einen Besuch abstattete, ebenso wie die evangelische Pfarrerin Silke Kuczera, die am Samstag mit ihrer Familie da war, sich für eine Führung durch Moschee und Wohnheim des Vereines, des Bezirksverwaltung in München rund 30 Filialen in ganz Süddeutschland betreut und dessen Hauptsitz in Köln ist.
Alle rund 70 Mitglieder und auch die Mädchen und ihre Betreuerinnen helfen an dem in diesem Jahr viertägigen Fest ehrenamtlich mit. Aber es kamen auch Ehrenamtliche aus Memmingen, Kempten, Bad Saulgau, Friedrichshafen, Biberach und Ochsenhausen um mit zu helfen.
Besonders freuten sich die Vereinsverantwortlichen darüber, dass von den vielen Einheimischen, die das viertägige Fest besuchten auch Führungen durch das Wohnheim gewünscht wurden.
Der gute Ruf des Heimes hat sich herumgesprochen, denn inzwischen schicken Eltern von weit her ihre Töchter nach Bad Wurzach in das Heim an der Biberacher Straße.
Bericht und Bilder Ulrich Gresser

