Bad Waldsee - Im Sitzungssaal von Maria Rosengarten hielt der Förderverein Leprosenhaus – erstmals unter der Leitung von Bernhard Maier – seine Jahreshauptversammlung ab.
Für Bernhard Maier war die Sitzung nun seine Premiere bei einer Hauptversammlung, war im letzten Jahr im Juni für zwei Jahre zum Vorsitzenden des Vereines gewählt worden.
Er begann seinen Rechenschaftsbericht mit der Anzahl der Besucher, die im vergangenen Jahr das Museum besucht hatten. Angesichts der Tatsache, dass im ersten Halbjahr teilweise noch Corona-Einschränkungen galten, zeigte er sich zufrieden, zumal ja dabei die Besucher der Veranstaltungen noch gar nicht mitgezählt worden waren.
Neben dem Kinderferienprogramm im Sommer war ein Highlight die Eröffnung der Ikonenausstellung von Pfarrer Otto Schmid und Hannelore Schwarz, die an allen vier Wochenenden gut besucht war. Dabei hätten sich die Stellwände bewährt, die inzwischen fahrbar gemacht wurden und damit in der Kapelle und damit vor Ort verbleiben können. Dies hatte sich bereits noch im September bei der nächsten Veranstaltung ausgezahlt, dem Kunstgespräch über Sepp Mahler Ende September. Im Verlauf der Diskussion seien viele Gute Argumente ausgetauscht worden.
Ebenfalls gut Besucht war am 23. April diesen Jahres das Konzert der Vier-Musig gemeinsam mit Peter Schad. Das Highlight in diesem Jahr wird neben dem Ferienprogramm, dessen Planung bereits begonnen hat, am Samstag 17. Juni die Verleihung des Gregor-Gog-Vagabunden-Literaturpreises der Landesarmutkonferenz posthum an Sepp Mahler durch Sozialminister Manfred Lucha. Die Tochter Adelgund Mahler wird den Preis im Rahmen einer Feierstunde mit Vorträgen und Grußworten in Empfang nehmen.
Geplant ist auch ein Vortrag mit Stadtarchivar Michael Wild zum Stadt-Jubiläum sowie eine weitere Ausstellung zu den Internierten aus Jersey von Gisela Rothenhäusler sowie ein Konzert der Jugendmusikschule.
Kassier Winfried App musste zwar den Mitgliedern von einem erneuten Minus berichten, dies sei jedoch durchaus im Sinne des Vereines, da das Finanzamt zu einem Abbau der Rücklagen geraten habe. Kostenfaktoren seien etwa Reparaturen gewesen, wie die Erneuerung des Schaukastens, die Sicherung des Brunnenschachtes sowie die Aufsicht des Museums und die Reinigung der Kapelle. Ob die monatlichen Gebühren für das Festnetz-Telefons im Zeitalter von Smartphone noch nötig ist, fragte er in die Runde und stellte den Antrag dieses zu kündigen. Die Abstimmung dafür erfolgte einstimmig.
Karl-August Mohr, der gemeinsam mit Ulrika Stützle die Kasse geprüft hatte, bescheinigte dem Kassier eine sehr gute Kassenführung und beantragte die En-Bloc-Entlastung des Vorstandes, dem die Versammlung gerne und einstimmig nachkam.
Unter Punkt Verschiedenes wurde anschließend auf Anregung von Iris Metzler noch die Bepflanzung der Gartenbeete, bzw. die Beschriftung der einzelnen Beete diskutiert. Franziska Link schlug vor die Bepflanzung in Absprache mit dem Bauhof ähnlich einfach wie im Kloster St. Ottilien zu gestalten.
Hildegard Kussauer schlug vor bei einem Ausflug diese vor Ort zu begutachten.
In einer weiteren Wortmeldung verwies Iris Metzler darauf, dass Thermometer und Hygrometer um Temperatur und Luftfeuchtigkeit zum Schutz der Bilder im Museum einzustellen nicht mehr abgelesen werden könnten.
Die Veranstaltung endete mit gegenseitigem Lob von Vorstand und Mitgliedern für das Geleistete im vergangenen Jahr.
Bericht und Bild Ulrich Gresser

