Haidgau - Wie an vielen anderen Orten in der Region wurden auch im Stadtgebiet von Bad Wurzach vor dem „Tag der Arbeit“, dem Feiertag am 01.Mai wieder zahlreiche Maibäume in der Ortsmitte aufgestellt, z.B. in Ziegelbach durch die Landjugend, in Gospoldshofen und Arnach von der Feuerwehr oder eben in Haidgau erstmals von der Vereinsgemeinschaft.
Sonntagabend war es wieder soweit: der Maibaum wurde vor der Haidgauer Festhalle aufgestellt und wird in den nächsten Monaten – allein schon wegen seiner Höhe – das Ortsbild dominieren. Erstmals wurde dabei das Aufstellen des Maibaumes von der Vereinsgemeinschaft Haidgau organisiert und durchgeführt. „Wir wollen diese schöne Tradition weiter pflegen und als gemeinsames Fest im Haidgauer Jahreskalender etablieren. Daher haben wir uns einiges für die Besucher einfallen lassen“, erläuterte deren Vorstand Robert Dimmler das neue Konzept.
Mit Fug und Recht kann man sagen: Das Konzept hat sich bewährt. Denn als um 18:00 Uhr die Mannen der beteiligten Vereine begannen, den Baum mit seinen Insignien auszustatten, waren die Bierbank-Garnituren vor der Halle vollbesetzt und lange Schlangen hatten sich an Getränke- und Essensstand gebildet.
Der annähernd 30 Meter hohe Maibaum ist eine richtige Augenweide mit seinen beiden Reisigkränzen mit den wehenden Bändern. Etwas besonderes ist auch der große dritte Ring. Oder besser gesagt, das von den beiden tanzenden Paaren unterbrochene Sechseck.
Mit einem Lkw-Kran und einer speziellen Hebebühne sowie mit viel Manpower wurde er an den vorgesehen Platz, einer schrägen Ebene nicht unähnlichen Eisenkonstruktion im Boden, gehievt. Bei der Vorbereitung des Baumes war der Sockel des Stammes schon auf das exakte Vierkantmaß zu gesägt worden. Nachdem der Baum durch Schieben des Hebekranes und Ziehen des Lkw-Kranes in die richtige Position gerutscht war, wofür von den beiden „Piloten“ viel Fingerspitzengefühl erforderlich war, wurde er mittels eines massiven Eisenschiebers und großen Holzkeilen gesichert. Es war ein Spektakel das sich auch der ehemalige Ortsvorsteher Alfred Wirth nicht entgehen ließ.
D´Hoigamer Schtroßa-hup´r sorgten – nachdem das Werk vollendet war – mit einigen fetzigen Liedern für die passende musikalische Umrahmung. Außerdem gab es eine Spielstraße für die Kinder und Jugendlichen und auch der Bouleplatz war geöffnet.
Bericht und Bilder Ulrich Gresser

