Arnach - Die diesjährige Erstkommunion in Arnach stand unter dem Leitwort „Weites Herz offene Augen“. Nach einer langen Vorbereitungszeit mit Gemeindereferentin Angelika Schupp und Pastoralreferent Michael Maier durften die 13 Kinder in einem von Pater Mariusz Kowalski zelebrierten Festgottesdienst in St. Ulrich und Margaretha erstmals die Heilige Kommunion empfangen.
Im Rahmen der Einstimmung auf den Gottesdienst segnete Pater Mariusz die Kreuze der Kinder – als äußeres Zeichen, dass die Kinder fortan vollwertige Mitglieder der Kirchengemeinde sind.
Die Musikkapelle Arnach geleitete die kleine Prozession mit Pater Mariusz, Gemeindereferentin Angelika Schupp, den Ministranten mit Vortragekreuz und Fahnen sowie den Hauptpersonen vom Gemeindehaus zur Kirche. Mit dem Lied „Unser Leben sei ein Fest“ begleitete die Gemeinde die Kinder zu ihrem Platz, nachdem im Eingangsbereich ihre Kerzen entzündet worden waren.
Nach Begrüßung und Kyrie, welche die Kinder aktiv mitgestalteten wurde zum Gloria mit dem Lied „Bravo Bavissimo“ die ganze Kirchengemeinde „aktiviert“. „Offene Augen, weites Herz“ ist das Mottolied der diesjährigen Kommunionfeier, in dem auch die Geschichte des blinden Bettlers Barthimäus thematisiert wird.
Pater Mariusz ging in seiner Predigt auf das Evangeliumswort ein, in dem Jesus den blinden Bettler Barthimäus, der sein Herz weit für ihn öffnete, mit den Worten sehend macht: „Dein Glauben hat Dich geheilt!“
Blindheit wurde in jener Zeit als eine Strafe Gottes angesehen, Blinde menschen zumal auch noch ein Blinder Bettler waren ganz am Rande der Gesellschaft angesiedelt. Deswegen brauchte der Bettler sehr viel Mut, um zweimal nach dem Messias zu rufen: „Sohn Davids hab Erbarmen mit mir!“ Die Reaktion der Menschen werden auch in dem Liedtext thematisiert: „Schweige still Barthimäus, schließ den Mund und störe nicht!“ Als Jesus beim zweiten Rufen, das noch einmal unendlich mehr Mut erforderte, auf ihn aufmerksam wird und Barthimäus fragt, was er für ihn tun kann, sagt Barthimäus ganz mutig und direkt: „Ich möchte wieder Sehen können!“
Nun könne man Jesus nicht mehr von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen, bei der Feier der Eucharistie verwandelten sich das heilige Brot und der Wein in den Leib und das Blut Christi. Pater Mariusz wünschte den Kindern, dass ihnen der Empfang der Heiligen Kommunion Mut mache und sie den Leib Christi mit reinem Herzen empfingen.
Pater Mariusz erklärte vor dem Glaubensbekenntnis, beim ersten Sakrament, das die Kinder empfangen hatten – bei ihrer Taufe – seien sie noch zu klein gewesen, damals hätten ihre Eltern für sie gesprochen. Mit der Erneuerung des Taufversprechens schufen die dreizehn Kinder nun die Voraussetzung, um zum ersten Mal an den Tisch des Herrn zu treten. Dazu versammelten sich die Kinder mit Pater Mariusz und Gemeindereferentin Angelika Schupp im Halbkreis um den Altar, wo sie nach der Gabenbereitung, Sanctus, Friedensgruß und Agnus Dei gemeinsam ihre erste Kommunion empfingen.
Angelika Schupp sprach nach der Kommunion allen an der Vorbereitung und Durchführung des Festgottesdienst beteiligten ihren Dank aus. Den Eltern die sich alle in irgendeiner Form eingebracht hatten, Pater Mariusz, den Ministranten, dem Kirchenchor unter der Leitung von Wolfgang Roth, der Musikkapelle Arnach, Organist Matthias Tapper und Mesner Anton Baumann und natürlich den Kommunionkindern selbst.
Nach Segen und „Großer Gott wir loben Dich“ geleitete die Musikkapelle die Kommunionkinder wieder zurück zum Gemeindehaus St. Ulrich, wo sich die Wege der Kommunionkinder bis zur Dankandacht am späten Nachmittag erst einmal trennten.
Die diesjährigen Arnacher Kommunionkinder sind:
Jonas Braun, Pius Friedel, Emilian Gentner, Alena-Sophie Hartmann, Luisa Hartmann, Christoph Hasenmaile, Corbinian Heinrich, Luca Morandell, Elias Müller, Fabio Radke, Pius Rinninger, Gian-Luca Vitas und Tommy Weber.
Bericht und Bilder Ulrich Gresser

